Hamburg – Die rot-grün regierte Hansestadt Hamburg verweigert der friedlichen Ideologie des Buddhismus das, was sie der muslimischen Kriegsideologie seit sechs Jahren bereitwillig zugestanden hat: Einen Staatsvertrag.
Hamburg gilt als eine Hochburg des Buddhismus in Europa. Mehr als 20.000 Hanseaten bekennen sich laut der „Buddhistischen Religionsgemeinschaft Hamburg“ zu dieser Weltreligion. Seit Jahren bemühten sich die buddhistischen Gemeinden Hamburg vergeblich um einen entsprechenden Staatsvertrag. 2017 wurde zur Erreichung dieses Ziels die „Buddhistischen Religionsgemeinschaft Hamburg e.V.“ gegründet, indem sich mehrere buddhistische Zentren in Hamburg in einer Interessenvertretung zusammenschlossen.
Jedoch macht es das rot-grün regierte Hamburg der Glaubengemeinschaft schwer, sagte die Professorin und buddhistische Nonne, Carola Roloff, gegenüber Dlf24. Immer neue bürokratische Hürden würde die Stadtverwaltung aufbauen. Erst vor Kurzem habe die Stadt Hamburg gefordert, den Nachweis zu erbringen, dass der 2.500 Jahre alte Buddhismus eine Religionsgemeinschaft sei. Dazu müssten identitätsstiftende Merkmale wie beispielsweise ein Taufregister vorliegen, so die Nonne weiter.
Die Buddhisten benötigen den Staatsvertrag um unter anderem die gleichberechtigte Beteiligung am Religionsunterricht oder die Rolle als zentraler Ansprechpartner für Politik, Behörden, Presse und Bürger zu erreichen. Ebenso wäre dann die Einrichtung eines buddhistischen Grabfeldes möglich.
Befindlichkeiten, die die Stadt offensichtlich dem Buddhismus gegenüber hegt, scheinen beim Islam nicht vorzuliegen. 2012 schloss die Hansestadt als erstes Bundesland einen Staatsvertrag mit muslimischen Verbänden ab. Unterzeichnet wurde der Vertrag durch den damaligen Regierenden Bürgermeister und heutigen Bundesfinanzminister, Olaf Scholz (SPD). (SB)
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