Schweiz/Basel – „Der Dschihad ist der Weg der Gläubigen“. Dieses Loblied singt ein in Deutschland lebender Imam im Mai in der König-Faysal-Moschee in Basel. Aus dem Kontext der Freitagspredigt gehe hervor, dass der Vorbeter mit seinem Gesinge durchaus das gewaltsame Vorgehen gegen „Ungläubige“ meinen kann.
Der aus Syrien stammende Imam lebt den Angaben zufolge in Deutschland und hilft der in Geldnöten steckenden Basler Moschee aus. Die Moschee stehe laut der BZ seit längerem unter Beobachtung der Behörden. Mindestens zwei Moscheegänger der betreffenden Moschee seien als Dschihadisten bei der Terrormiliz IS umgekommen.
Interessant in diesem Zusammenhang: Ein Vorgänger des derzeitigen Imams, ebenfalls ein Syrer, ist der Vater jener beider Schüler, die sich 2016 medienwirksam weigerten, ihren Lehrerinnen die Hand zu geben. Die kantonale Schuldirektion stellte jedoch fest, dass das öffentliche Interesse bezüglich der Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Integration von Ausländern gegenüber der Glaubensfreiheit „erheblich“ überwiege. Der Händedruck könne durch eine Lehrperson folglich eingefordert werden, stellte die Behörde fest und teilte zudem mit: „Wenn Schüler den Handschlag verweigerten, könne den Erziehungsberechtigten eine Strafe von bis zu 5000 Franken (4500 Euro) auferlegt werden.
Die muslimische Verweigerungshaltung hatte für die betroffene syrische Imamfamilie zudem weiterführende Konsequenzen. Der Vater der beiden Schüler, der Imam der „Dschihad-Moschee“ war 2001 in die Schweiz eingewandert. Die schweizerischen Behörden gaben ebenfalls 2016 bekannt, das Einbürgerungsverfahren für die Familie sei auf Eis zulegen. (SB)
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