In Japan ist am Donnerstag ein Chinese hingerichtet worden. Nach Angaben des Justizministeriums handelt es sich um die erste gegen einen Ausländer vollgestreckte Todesstrafe, seitdem 2007mit der Veröffentlichung der Angaben über gefällte Urteile begonnen wurde.
Bei dem Hingerichteten handelt es sich um einen 40-jährigen Chinesen, der wegen Mordes an einer vierköpfigen Familie verurteilt worden war. Medienberichten zufolge beging er die Morde Mitte 2003 mit zwei Komplizen, die ebenfalls die chinesische Staatsbürgerschaft hatten.
Die zwei Mittäter seien nach China geflohen und dort festgenommen worden, so Medien. Der eine sei 2005 in China hingerichtet, der andere zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden.
Japan gehört neben den USA zu den beiden G7-Ländern, wo Todesurteile vollgezogen werden. Die überwältigende Mehrheit der Japaner unterstützt die Bestrafung, die durch Erhängen praktiziert wird.
Derzeit erwarten rund 120 Häftlinge die Todesstrafe. Sie wurde im vorigen Jahr gegen 15 Menschen angewandt, darunter gegen 13 ehemalige Mitglieder der japanischen Endzeitsekte Aum Shinrikyo, die wegen der Verübung eines Sarin-Giftgasanschlags in der U-Bahn von Tokio verurteilt worden waren.
mo/sb/rtr Quelle!




