Ein achtjähriger Junge ist im Hauptbahnhof von Frankfurt am Main vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet worden. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen 40-jährigen Mann afrikanischer Herkunft handeln. Dies bestätigte eine Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Montag gegenüber Sputnik.
Damit ist der Fall von der Polizei Frankfurt am Main an die Staatsanwaltschaft übergeben worden. Zuvor hatte die Polizei berichtet, dass der Tatverdächtige mithilfe von Passanten festgenommen worden sei. Seine Motive sind bisher laut der Staatsanwaltschaft unbekannt. Er hatte den Jungen und seine Mutter auf das Gleis vor den einfahrenden Zug gestoßen. Der Achtjährige soll dabei von dem Zug erfasst und überrollt worden sein.
Schon am 20. Juli war eine Frau im niederrheinischen Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet worden. Nun gibt es bei dem 28-jährige Tatverdächtigen aus Serbien laut der dpa Hinweise auf Kokain-Konsum. Es seien bei ihm Abbauprodukte von Kokain im Blut nachgewiesen worden. „Das heißt aber nicht, dass er konkret unter Kokaineinfluss stand“, sagte der Duisburger Staatsanwalt Alexander Bayer am Montag. Weitere Untersuchungen sollten detaillierte Erkenntnisse bringen. Der Tatverdächtige sitzt bereits wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.
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