Die deutsche Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat am Sonntag in einer Sendung des deutschen Fernsehsenders ARD die Einschränkung von Grundrechten im Kampf gegen das Cororavirus verteidigt.
Angesichts wachsender Proteste gegen die staatlichen Auflagen plädierte sie im „Bericht aus Berlin“ zugleich dafür, die Notwendigkeit der Entscheidungen stärker zu begründen.
„Ich glaube, das ist eine Aufgabe, die wir noch mehr wahrnehmen müssen, dass deutlich wird, warum denn bestimmte Einschränkungen immer noch da sind“, zitiert die DPA die SPD-Politikerin.
Es gehe nicht darum, den Menschen Freiheiten zu nehmen, sondern Gesundheit und Leben zu schützen – „und das, was wir erreicht haben, nicht leichtfertig zu verspielen“. Dies müsse man den Menschen deutlich machen.
Proteste gegen Anti-Corona-Regeln
Ungeachtet aller Lockerungen der Corona-Beschränkungen waren am Wochenende in zahlreichen Städten Deutschlands Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die aus ihrer Sicht übertriebenen Einschränkungen und Grundrechtseingriffe zu protestieren.
Coronavirus
Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.
Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als vier Millionen Menschen in 185 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 281.399 Todesopfer registriert.
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland beträgt nach Angaben der Organisation 171.767. An der neuartigen Krankheit seien 7549 Patienten gestorben.
mo/mt/dpa



