Die deutsche Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat ihre Pläne verkündet, das Beschaffungswesen der Bundeswehr zu reformieren. Dies meldete die Nachrichtenagentur AFP.
Ziel der angestrebten Reform sei es, „dass wir schneller, einfacher und zielgenauer das Material an unsere Frauen und Männer bekommen“, sagte Kramp-Karrenbauer am Dienstag vor den Mitarbeitern des Bundeswehr-Beschaffungsamts (BAAINB) in Koblenz.
Es tue ihr leid, dass „Sie alle jeden Tag zum Gegenstand des Gespötts Deutschlands werden“, äußerte sie. In der Öffentlichkeit habe sich der Eindruck festgesetzt: „In der Bundeswehr fliegt nichts, fährt nichts, geht nichts zur See“, sagte die Ministerin in Anspielung auf die Fälle von drastischen Kostensteigerungen und Verzögerungen bei zentralen Rüstungsprojekten der Streitkräfte.
Eine Expertenkommission habe dem Ministerium daher Reformvorschläge vorgelegt, die Kramp-Karrenbauer nun in einer nicht-öffentlichen Mitarbeiterversammlung vorstellte.
Es gehe dabei nicht um eine „Großreform“ des Beschaffungsamts, sondern um „viele kleine Schritte“, so dass „der laufende Betrieb möglichst nicht beeinträchtigt“ werde, so Kramp-Karrenbauer.
Die Ministerin sprach sich zudem für mehr Befugnisse für das Beschaffungsamt aus, das „die gleiche Organisationshoheit“ erhalten müsse wie eine Kommandobehörde. Weitere Neuerungen – wie etwa die Neugestaltung des Bereichs Einkaufsorganisation – wolle sie in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern bewerten.
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