Der FDP-Vize-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) wegen seiner Forderung, mehr einheitliche Standards im Kampf gegen Corona zu schaffen, einer scharfen Kritik unterworfen.
„Wenn Markus Söder jetzt nach bundeseinheitlichen Regelungen ruft, um die Corona-Ausbreitung einzudämmen, dann ist es der hilflose Versuch, von den miserablen Infektionszahlen in Bayern abzulenken“, sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Es sei denn, dass die anderen Bundesländer keine Belehrungen von der bayerischen Kanzlei brauchen würden, wie sie sich während der Corona-Zeiten zu benehmen hätten.
„Alle anderen Ministerpräsidenten haben die Krise bislang besser gemanagt als Markus Söder. Der herausgebrüllte Anspruch, größter Corona-Bekämpfer aller Zeiten zu sein, lässt sich durch die Zahlen jedenfalls nicht rechtfertigen“, sagte Kubicki, der auch Vizepräsident des Deutschen Bundestags ist.
Zuvor hatte Söder im „Spiegel“ mehr „einheitliche Standards im Kampf gegen Corona“ verlangt.
„Der Föderalismus muss jetzt die Kraft finden, zumindest einheitliche Grundregeln zu vereinbaren und verbindliche Richtgrößen zu definieren“, sagte er.
ek/mt/dpa



