Vatikan – Der Vatikan verweigert dem deutschen NGO-Mittelmeer-Schlepper „Lifeline“ die Bitte, unter vatikanischer Flagge fahren zu dürfen.
„Life-Line“ hatte sich Anfang Juli in das vatikanische Schiffsregister eingetragen und dies mit der Bitte verknüpft, unter vatikanischer Flagge die bislang betriebene Mittelmeer-Schlepperei von Immigranten weiter betreiben zu dürfen. Hoch enttäuscht veröffentlichte die NGO am Freitag nun das Absageschreiben auf Facebook:
+++ Achtung +++Über mehrere Nuntiaturen haben wir die Eintragung ins vatikanische Schiffsregister beantragt. Nun ist…
Gepostet von LIFELINE am Freitag, 28. September 2018
Man könne einer entsprechende Bitte von Anfang Juli nicht nachkommen, weil das „Schiff keine tatsächliche Beziehung zum Vatikanstaat“ habe, heißt es in dem Schreiben vom 10. August, das über die Nuntiatur in Berlin an den, in Malta unter Anklage gestellten Landsberger Kapitän der „Lifeline“, Claus-Peter Reisch, ging.
Der Vatikan erklärte weiter, er könne „die eigene Zuständigkeit über das Schiff nicht ausüben“ sowie „die Immunität von Besatzung und Passagieren nicht gewährleisten“. Laut dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen muss jeder Staat „seine Hoheitsgewalt und Kontrolle in verwaltungsmäßigen, technischen und sozialen Angelegenheiten über die seine Flagge führenden Schiffe wirksam ausüben“ (Art 94 SRÜ), erklärt dazu das Magazin kath.net.



