Berlin – Die Uhr der SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli tickt anders. Nein, nicht jenes berüchtigte Statussymbol am Handgelenk der Vorzeigemigrantin, dass ein Shitstorm ausgelöst hat: es ist die innere Uhr, die der Palästinenserin und bekennenden Muslimin mächtig auf den Zeiger geht. Ständig schrillen die Alarmglocken in Form von Diskriminierungs- Sexismus- und Rassismusvorwürfen. Die ziehen sich nicht nur wie ein roter Faden durch ihre Wikipedia-Seite, sondern haben auch die gesamte Diskussionsrunde zum Thema „Migrationspakt“ bei Markus Lanz bestimmt. Dergleichen ist auch in dem heutigen Artikel der WELT über die gestrige Runde mit prominenten Teilnehmern, unter anderem Friedrich Merz und Bosbach, nachzulesen.
Cheblis im Minutentakt herausgehauene gebetskettenartige Plattitüden, angereichert mit orientalischer Fabulierkunst im von Kindesbeinen antrainierten Klageweibermodus: Geflüchtete werden „stigmatisiert“. Sie selbst natürlich auch, einschließlich ihrer zwölfköpfigen Familie. Und dann der ewige Vorwurf, dass Muslime, sich wegen der Diskussion um den Islam nicht als Deutsche fühlen und sie selbst auch große Zweifel hege, ob sie jemals zur deutschen Gesellschaft „voll dazu gehören“ werde… Jammer! Jammer!
Gleich zum Anfang des Lanz-Talks gab es vom Opferlamm voll auf die Zwölf, als sich die 40-Jährige nochmals zur „Rolex-Debatte“ äußerte und sich schockiert zeigte, wie viel Rassismus und Sexismus sich in die Diskussion gemischt habe: „Es war wirklich richtig schlimm“.
Richtig schlimm wurde es für die dünnhäutige palästinensische SPD-Politikerin auch, als CDU-Mann Bosbach Verständnis für das Unbehagen am Migrationspakt zeigte und sagte: „Das Wort Verpflichtung kommt in dem Vertrag 90 Mal vor, die Regierung sagt aber ‚nicht bindend‘“. Das sei wie ein „lautloses Rockkonzert“ ein Widerspruch in sich.
Diese wahren Worte, die eigentlich durch nichts zu widerlegen sind, gingen Sawsan Chebli sofort auf den Wecker. Sie müsse Herrn Bosbach in jedem Punkt widersprechen, echauffierte sich die Migrationslobbyistin: „Die Diskussion zeigt, wie sehr die Rechten den Diskurs in Deutschland zum Thema Migration bestimmen“. Für sie sei das Thema „Angstmacherei“, mit dem Ergebnis den „Rechten auf den Leim zu gehen“. Dass der Migrationspakt „Politikverdrossenheit“ fördere, streitet sie vehement ab. Bosbach warf ihr vor, kritische Stimmen gegen den Pakt, wie die vom Völkerrechtler Wolfgang Herdegen in Bausch und Bogen zu verdammen. Dabei entlarvte sich die SPD-Sprechpuppe sogar selbst, in dem sie zugab, das Interview von ihm überhaupt nicht gelesen zu haben. Nachdem sie sich an Bosbach festgebissen und argumentativ nicht mehr weiterkam, keilte sie gegen Merz aus und mahnte ihn „mit Sprache vorsichtiger umzugehen“.
Nachdem sie sich in an den beiden CDU-Männern abgearbeitet hatte, stellte ihr Lanz die finale Fangfrage und rettete damit sicherlich den Abend, bevor der letzte Zuschauer bei so viel Schuldzuweisungsstereotypen buchstäblich abschaltete. Er fragte Chebli, „ob sich nicht auch einige junge Migranten in einer „Opferrolle“ eingerichtet hätten. Dass auch sie damit gemeint sein könnte, überstieg allen Anschein nach ihre Vorstellungskraft. Denn als Antwort bekam der Talkmaster gleich einen neuen Diskriminierungsvorwurf um die Ohren gehauen: „Sie habe allein 40 Nichten und Neffen, und sie höre von wirklich vielen dieser Kinder echte Diskriminierungserfahrungen. Auch hätten ihre Geschwister wegen des Duldungsstatus der Familie teils kein Abitur machen können.“
Duldungsstatus bedeutet in Deutschland aber in der Regel Dauerduldung. In dieser Zeit können begabte, gut integrierte Zuwanderer – in der Mehrzahl wohl eher Asiaten – sogar eine Doktorarbeit absolvieren. Und so kam der ironische Seitenhieb von Lanz, dass Deutschland wie kein anderes Land auf der Welt „jedem, der sich bemühe, eine echte Chance gebe“ zum richtigen Zeitpunkt. Cheblis Uhren ticken eben anders. Besser ist es sich nicht nach ihnen zu richten. Denn nichts ist schlimmer als „Zeitverschwendung“ in Bezug zu Menschen, die unsere Uhren um 1400 Jahre zurückstellen wollen. (KL)
@jouwatch
Quelle!: #zaronews



