Berlin – Bei dreizehn der aktivsten „Fridays for Future“-Schwänzern eines Berliner Gymnasiums ist nun aufgrund von massiven Fehlzeiten die Versetzung in die nächsthöhere Jahrgangsstufe bedroht. Die betroffenen Gymnasiasten können das wieder einmal nicht verstehen, haben sie sich doch geopfert, um die Welt für uns alle zu retten.
Wer nicht mindestens sechs Wochen am Stück oder mindestens acht Wochen insgesamt z.B. am Geografie-Unterricht teilgenommen hat, bekommt automatisch die Note 6. So „gnadenlos“, schreibt Focus, sei das Berliner Schulgesetz. Und das bricht nun über vierzehn ganz besonders aktive „Fridays for Future“-Schulschwänzer herein. Sollte ein weiterer Streikbesuch – also unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht – sprich schwänzen – in zu den massenhaft bereits angehäuften Fehltagen dazukommen, ist Schicht im Schacht. Die Versetzung in die nächsthöhere Jahrgangsstufe der 9. und 10. Klässler ist somit dann nicht mehr möglich. In Andenken an ihre Klimaheiligen Greta darf dann eine Ehrenrunde gedreht werden.
Der Schulleiter, der die Klimademos durchaus für unterstützenswert hält, bedauert dies zutiefst. Jedoch seien ihm die Hände gebunden, informiert er die betroffene Elternschaft in einem Rundschreiben.
Die Schüler, demogestählt, sehen die Sachlage natürlich anders. Sofort wurde eine Spontandemo vor dem Schulgebäude veranstaltet, wo man klar machte, keine Schulschwänzer, sondern Weltenretter zu sein. Schließlich sei man ja für die Zukunft aller auf die Straße gegangen, so das Gejammer einer Schülerin. Und aufgeweckt, wie die heutige Jugend nun mal ist, kamen sodann auch Vorschläge zur Lösung des „Problems“: Die Klimademos könne man ja mit dem Unterricht verknüpfen – etwa dass der Besuch der Demos als Exkursion angemeldet werden kann. Einfach am Wochenende oder nach Schulschluss demonstrieren gehen, scheint nach wie vor keine Option.
Und das meint Lauterbach dazu:

(SB)
@jouwatch



