StartPolitikEuropaMaas kommentiert US-Pläne zu Truppenabzug aus Deutschland

Maas kommentiert US-Pläne zu Truppenabzug aus Deutschland

Der deutsche Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich gegenüber dem ZDF-Morgenmagazin zu den aktuellen Beziehungen zwischen Berlin und Washington geäußert sowie die Informationen über den möglichen US-Truppenabzug aus Deutschland kommentiert.

Mit Hinblick auf die aktuellen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland sagte Maas wörtlich: „Ich würde mal sagen, es ist kompliziert.“

„Und wenn man sieht, dass eine solche Entscheidung (über den Abzug der US-Militärs aus Deutschland – Anm. d. Red.) innerhalb der amerikanischen Regierung nicht zu hundert Prozent abgestimmt war, muss man sich nicht wundern, dass sie auch mit uns nicht abgestimmt war.“

Maas betonte dabei, dass sich viele in Washington darüber ärgerten, „wie diese Entscheidung getroffen worden ist“. Für Deutschland sei noch immer nicht klar, „wie, wann, wer, wo (…)“ Es gebe anscheinend „viel Gesprächsbedarf innerhalb der amerikanischen Regierung“, so der Bundesaußenminister.

US-Pläne zu Truppenabzug aus Deutschland

Amerikanische Medien hatten zuvor berichtet, dass Präsident Donald Trump einen drastischen Abbau der US-Truppen in Deutschland plane. So soll Trump das Pentagon angewiesen haben, die Präsenz der Streitkräfte in Deutschland von derzeit 34.500 Soldaten um 9500 zu reduzieren. Außerdem soll den Angaben zufolge eine Obergrenze von 25.000 US-Soldaten eingeführt werden, die gleichzeitig in Deutschland anwesend sein könnten.

Später hatte die stellvertretende Regierungssprecherin, Ulrike Demmer, mitgeteilt: „Die Bundesregierung ist darüber informiert worden, dass es in der US-Administration Überlegungen gibt, die Präsenz der US-Streitkräfte in Deutschland zu reduzieren.“

ak/ae

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