StartZARONEWS PresseAgenturMedien lüften Identität der „Russin“ im Strache-Video

Medien lüften Identität der „Russin“ im Strache-Video

Der Skandal um die Ibiza-Affäre des – mittlerweile zurückgetretenen – österreichischen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache ist längst noch nicht zu Ende. Nun will die „Krone Zeitung“ unglaubliche Details ans Licht bringen.

Die Hauptrolle der Nichte eines russischen Oligarchen in dem spektakulären Video soll eine bosnische Studentin der Agrarwissenschaften erhalten haben – ihre Tagesgage betrug bis zu 7.000 Euro. Zuerst wurde jedoch der Frauentyp des FPÖ-Chefs gecastet, schreibt die Zeitung unter Verweis auf Quellen.

Das Treffen habe in einer ohnehin verwanzten Villa stattgefunden, die schon für andere verdeckte Operationen genutzt worden sei.

Mit dem Material, das die Organisatoren etwa 400.000 Euro gekostet haben soll, planten sie ein gutes Geschäft. Die österreichischen Parteien und ein großer Baukonzern hätten jedoch das Kaufangebot abgelehnt. Nach Angaben der „Krone Zeitung“ wurde das Video schließlich mit 600.000 Euro in Krügerrand-Goldmünzen an eine nicht genannte deutsche Firma verkauft, die es dann zur Veröffentlichung an „Spiegel“ und „SZ“ weitergab.

Der Zeitung zufolge wussten die österreichischen Geheimdienste von dem skandalösen Video, konnten es jedoch nicht vor den Veröffentlichungen erhalten.

Am 17. Mai war von deutschen Medien ein Video veröffentlicht worden, in dem Strache eine vermeintliche russische Milliardärin um Wahlkampfspenden bittet und im Austausch Staatsaufträge anbietet. Strache hielt die Frau wohl für die Nichte eines russischen Oligarchen und gab Äußerungen von sich, die ihn das Amt kosteten.

In einer am 24.Mai bei APA erschienenen Presseerklärung nahm Strache zu dem Ibiza-Video Stellung. Darin räumte er zwar Fehler ein, betonte jedoch, dass das Video rechtswidrig aufgezeichnet worden sei und die Verantwortlichen ermittelt werden müssten. Strache hat Anzeige erstattet.

Am 27.Mai sprach der österreichische Nationalrat Bundeskanzler Sebastian Kurz und seiner Regierung im Zusammenhang mit dem Video das Misstrauen aus.

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