Außenminister Heiko Maas ist mit seinem Vorschlag zur Deeskalation der Krise im Asowschen Meer gescheitert. Maas schlug letzte Woche vor, die bestehende OSZE-Beobachtermission auf das Asowsche Meer auszuweiten, um so den freien Schiffsverkehr dort zu gewährleisten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow lehnte ab.
Die Absage Russlands macht die Machtlosigkeit Berlins in dieser Frage deutlich. „Deutschland und Frankreich vermitteln seit 2014 weitgehend erfolglos im Ukraine-Konflikt“, fasst selbst die Neue Züricher Zeitung nüchtern zusammen. Die Vierer-Runde wird nach dem Ort des ersten Treffens auch Normandie-Format genannt. Dabei treffen sich die Außenminister.
Vor gut zwei Wochen war der Ukraine-Konflikt vor der Küste der von Russland vereinnahmten Halbinsel Krim eskaliert. Die russische Küstenwache hatte drei ukrainischen Schiffen die Passage durch die Straße von Kertsch in das Asowsche Meer verweigert, die Schiffe festgesetzt und 24 Besatzungsmitglieder verhaftet. Moskau betrachtet die Straße von Kertsch als alleiniges russisches Hoheitsgebiet. Der Zwischenfall hat erhebliche Spannungen zwischen Moskau und Kiew ausgelöst.
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