Russland kann Syrien die benötigten Raketenabwehrsysteme mit oberster Priorität liefern, sobald eine entsprechende Vereinbarung erzielt wird. Dies teilte der Chef des Sicherheitsausschusses des Föderationsrats (russisches Oberhaus), Viktor Oserow, am Samstag mit.
„Die notwendigen Mengen (von Flugabwehrsystemen – Anm. d. Red.) können mit oberster Priorität geliefert werden, dies bedarf keiner zusätzlichen Belastung der Rüstungsindustrie“, so der Parlamentarier.
Syrien befindet sich, wie Oserow betont, im Kriegszustand und Russland hilft dem Land im Anti-Terror-Kampf. Darum sei eine solche Lieferungen, sollte man sich dazu entscheiden, nichts Außergewöhnliches.
„Das wird keine Normen des internationalen Rechts oder des UN-Sicherheitsrates verletzen, denn die Flugabwehrsysteme sind keine Angriffs-, sondern Verteidigungswaffen“, so Oserow.
Zuvor hatte der syrische Staatschef Baschar al-Assad in einem Sputnik-Interview gesagt, dass Terroristen schon mehr als 50 Prozent der syrischen Flugabwehrsysteme vernichtet hätten. Aus diesem Grund habe die syrische Armee auch die US-Raketen bei dem Angriff auf den Luftstützpunkt Schairat nicht abfangen können. Daher sei Damaskus nun sehr an den von Russland produzierten Flugabwehrsystemen der neuesten Generation interessiert, wobei die Verhandlungen zwischen den Verteidigungsministerien Syriens und Russlands diesbezüglich „Teil der täglichen Kontakte“ seien. (Ende)



