Auch das zweite Opfer des Täters aus Göttingen ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Dies teilte der Göttinger Polizeichef Thomas Rath am Samstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Frau, bei der es sich offenbar um eine Augenzeugin handelt, hatte am Donnerstag versucht, einer anderen Frau zu helfen.
Am späten Freitagabend war berichtet worden, dass der mutmaßliche Mörder Frank Naaß schon gefasst sei. Auch nach der Festnahme bleiben die genauen Hintergründe der Tat unklar. Der 52 Jahre alte Mann war am Freitagabend vor einem Schnellrestaurant gefasst worden, nachdem ein Zeuge ihn erkannt und die Polizei verständigt hatte.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen hatte zuvor gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ gesagt, der mutmaßliche Mörder von Göttingen sei wegen mehrfacher Vergewaltigung vorbestraft. Bereits als Jugendlicher sei er zweimal wegen Vergewaltigung zu Jugendstrafen verurteilt worden. 1994 habe das Landgericht Göttingen den damals 27-Jährigen wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
2001 sei Naaß aus dem Gefängnis entlassen worden. Abgesehen von einer Verurteilung wegen Sachbeschädigung, soll er seitdem strafrechtlich nicht mehr aufgefallen sein – bis zu vergangenem Donnerstag.
Mord auf offener Straße
Im niedersächsischen Göttingen war am Donnerstag eine Frau auf offener Straße von einem Mann ermordet worden. Das Opfer und der Täter waren zuvor Medienberichten zufolge miteinander in Streit geraten.
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll der Mann zunächst auf die Frau eingestochen und anschließend mit einem Feuerlöscher auf sie eingeschlagen haben. Dann soll er sie mit Benzin überschüttet und angezündet haben. Die Polizei hat dies bislang aber nicht bestätigt.
Zeugen, die der Frauen helfen wollten, wurden laut der Polizei ebenfalls verwundet: Eine Augenzeugin habe schwere Verletzungen erlitten. Ein weiterer Mann sei leicht verletzt worden. Nach der Tat flüchtete der Mann auf einem Fahrrad.
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