StartPolitikEuropaNach Eskalation in Idlib: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verlangt mehr Druck auf Russland

Nach Eskalation in Idlib: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verlangt mehr Druck auf Russland

Nach Ansicht der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sollen die EU und die USA den Druck auf den russischen Staatschef Wladimir Putin und den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad erhöhen, um den Krieg in Syrien beenden zu können. Dies soll AKK gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ am Samstag gesagt haben.

Die EU und die Vereinigten Staaten sollten „jetzt gemeinsam den Druck auf Assad und Putin erhöhen, um einen Weg für politische Gespräche zur Beendigung des furchtbaren Krieges in Syrien freizumachen“, so die CDU-Vorsitzende.

Die schreckliche humanitäre Situation in Syrien gehe alle etwas an, fügte Kramp-Karrenbauer hinzu.

Zunehmende Spannungen in Idlib

Die Situation in der syrischen Provinz Idlib hatte sich verschärft, nachdem Militante von der Terrormiliz „Hayat Tahrir al-Scham“* eine großangelegte Offensive gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen gestartet hatten. Die syrische Armee reagierte mit Gegenfeuer. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sind dabei unter anderem türkische Soldaten, die sich nicht an dem Ort hätten aufhalten sollen, unter Beschuss geraten.

Bei dem Bombardement sind 33 türkische Soldaten getötet und mindestens 30 weitere verletzt worden. Gleich nach dem Erhalt der diesbezüglichen Information hat die russische Seite Maßnahmen zum vollständigen Feuerstopp seitens der syrischen Truppen ergriffen. Wie das russische Verteidigungsamt weiter berichtete, wurden die getöteten und die verletzten türkischen Soldaten gefahrlos in die Türkei gebracht. Laut dem russischen Verteidigungsministerium kamen die Fliegerkräfte Russlands in dem genannten Gebiet nicht zum Einsatz.

Moskau ruft weiter zu einer friedlichen Regelung in Idlib und zur Erfüllung von früher getroffenen Vereinbarungen auf.

*In Russland und Deutschland verbotene Terrorvereinigung

pd/ae/sna/

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