StartZARONEWS PresseAgenturNeuer „Nazi-Verdacht“ bei der Bundeswehr: KSK-Soldat entlassen

Neuer „Nazi-Verdacht“ bei der Bundeswehr: KSK-Soldat entlassen

Berlin – Die Bundeswehr räumt weiter in den eigenen Reihen auf. Diesmal hat es nach fast 30 Jahren Dienst einen KSK-Elitesoldaten getroffen – er wurde wegen Rechtsextremismus-Verdachts suspendiert.

„Mir wurde heute als Kommandosoldat nach 28 Dienstjahren … verboten die Uniform unserer Armee zu tragen, da man an meiner Treue zur Bundesrepublik Deutschland und zu unserer schützenswerten Grundordnung zweifelt“, so Daniel K. Oberstleutnant und Gründungsmitglied der KSK , in einem Brief, der der BildZeitung vorliegen soll. 

Daniel K. sei im Zuge einer Telefonüberwachung ins Visier des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) geraten, berichtet Bild. In dem Gespräch soll der Elite-Soldat sinngemäß erklärt haben „der Staat habe die Lage nicht mehr im Griff seit der Flut an Asylbewerbern, die man alle zurückschicken müsse. Und deshalb müsse man die Dinge jetzt selbst in die Hand nehmen“.

Äußerungen, die vom MAD klar als „rechtsextremistisch“ eingestuft werden . Gegen Daniel K. wurde ein Dienst- und Uniformverbot ausgesprochen und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bereits 2007 habe Daniel K. für einen „Skandal“ gesorgt , so das Springer Blatt. Damals habe er eine „Droh-Mail“ an einen Kameraden geschrieben, der sich für zivile Lösungen statt für Militärinterventionen einsetzte: „Ich beurteile Sie als Feind im Inneren und werde mein Handeln danach ausrichten, diesen Feind im Schwerpunkt zu zerschlagen“, so die skandalöse Äußerung, die fast 12 Jahre alt ist.

Daniel K. beteuert in dem Schreiben gegenüber seinen Kollegen seine Unschuld: Er sei „kein sogenannter Nazi“ und habe „nichts straftatbewährtes und oder disziplinar Relavantes zum Schaden des Verbandes gesagt, geschrieben oder getätigt“. (MS)

@jouwatch

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