Bonn – Nein, es war kein Aprilscherz, obwohl der 1.4. 2019 über dem Domradio-Artikel steht. „Islamfeindlichkeit“, eigentlich richtig formuliert „Islamkritik“, soll am Antisemitismus junger Muslime schuld sein. Das hat die von linksradikalen Eliten beherrschte Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn herausgefunden. Ungestraft kann man das wohl eine dreiste Lüge nennen, die dann auch gleich von den islamisierten Mainstream-Medien (Welt, Focus) übernommen wurde.
Denn den muslimischen Antisemitismus haben lange bevor es die angebliche „Islamfeindlichkeit“ gab, schon die erste türkische Gastarbeitergeneration und die ersten palästinensischen Flüchtlinge Anfang der 70-er und 80-er Jahre im Handgepäck mitgebracht. Spätestens seit dem Münchner Anschlag 1972 auf die israelische Olympiamannschaft bewachen Polizeistreifen jüdische Synagogen. Auch in den arabischen Mutterländern war der Antisemitismus in Form von Israelfeindlichkeit schon immer verbreitet, sonst hätte es keinen Jom-kippur-Krieg gegeben. Dass heute staatliche Organe solche abenteuerlichen Thesen vertreten und verbreiten ist einfach ungeheuerlich. Selbst am 1. April.
„Antisemitismus unter jungen Muslimen in Deutschland ist laut Experten auch Ergebnis einer zunehmenden Islamfeindlichkeit in der Gesellschaft. Zu dem Ergebnis kommt eine neue Studie. Bedenklich sei dabei eine Art „Sündenbock-Mechanismus“, so die KNA-Meldung des Domradios.
Noch haarsträubender mutet die Begründung dieser Studie unter muslimischen Schülern an:
„Danach rechtfertigen viele Jugendliche muslimischen Glaubens ihre antisemitischen und menschenfeindlichen Einstellungen damit, „dass sie durch die zunehmende Islamfeindlichkeit selbst abgewertet und diskriminiert werden“.
Das sei „ein höchst bedenklicher“ Mechanismus, schwadronieren die Forscher und stellen fest, dass sich die Mitglieder der Minderheit der Muslime in Deutschland eine noch kleinere Minderheit als eine Art Sündenbock suchen, „um selbst erfahrene Diskriminierung durch Verschwörungstheorien zu erklären“.
Dass mit dieser merkwürdigen Studie etwas nicht stimmen kann, wird klar, wenn man sieht, wer sie durchgeführt hat. Es ist eine muslimische Organisation. Der Liberal-Islamische Bund Hamburg. Der hat im Präventionsprojekt „Extreme out – Empowerment statt Antisemitismus“ zwischen 2015 und 2018 an zwei Schulen in Dinslaken und Duisburg-Marxloh muslimische Schüler nach ihrer antisemitischen Einstellung befragt. Das Ergebnis dürfte wohl ganz seinen Wünschen entsprechen. Der Sündenbock wird weitergereicht, der Spieß wird umgedreht, judenfeindliche Muslime sind mal wieder die Opfer. Es sind also wieder mal die Islamkritiker, die das gesellschaftliche Klima vergiftet haben. Anstatt zu fragen, woher „Islamfeindlichkeit“ kommt, wird die Schuld auf andere abgewälzt.
In der wahrlich nicht islamfeindlichen „Frankfurter Rundschau“ erklärt der Islamwissenschaftler mal, woher diese Judenfeindlichkeit stammt:
„Um den Antijudaismus unter Muslimen zu begreifen, ist es ratsam, einen raschen Blick auf den in Medina (622–632) offenbarten Koran zu werfen. Dort werden Ablehnung bis hin zu Feindschaft und Gewalt gegen die Juden theologisch legitimiert.
Nicht nur die Christen, sondern auch die Juden, meist als „Kinder Israels“ bezeichnet, müssten im Alltag gemieden werden (Koran 2:120). Ihre Herzen seien verhärtet, sogar härter als die Steine (Koran 2:69, 5:16 und 57:15). Sie hätten ihre eigenen Propheten umgebracht (Koran 2:58 und 2:85) und den mit Gott geschlossenen Bund gebrochen (Koran 4:154 und 5:16). Ihnen sei nicht zu trauen, sie seien als Verräter zu betrachten (Koran 2:94 und 5:16). Ihnen werden Wortverdrehungen und Verfälschungen des Wortes Gottes zugeschrieben (Koran 4-48-49 und 16:45), die durch den Koran korrigiert würden. Sie brächten andere Menschen um ihr Geld (Koran 159 und 9:34). Und dieses stereotype Sündenregister könnte beliebig verlängert werden.“
Dadurch kreiert der Koran unter den Muslimen eine Atmosphäre des Misstrauens gegenüber den Juden. Und Sure 9, Vers 29 ruft sogar deutlich zur Bekämpfung der Juden auf. Auch der Prophet selbst, dessen religiöses und politisches Handeln als Vorbild für die Muslime gilt, ging erbarmungslos gegen Juden in Medina vor. Er ließ sie entweder vertreiben oder töten, nachdem sie sich nicht seiner Gemeinde anschließen wollten.“
Haben Islamfeinde den Koran geschrieben? War Mohammed islamfeindlich gestimmt? Was für ein Schwachsinn servieren uns da wieder die Medien. Den anerzogenen und von Muslimen praktizierten Judenhass Islamkritikern in die Schule zu schieben, ist jedoch an Perfidität nicht mehr zu toppen.
@jouwatch



