StartZARONEWS PresseAgenturNürnberg: S-Bahn-Stoßer haben Migrationshintergrund

Nürnberg: S-Bahn-Stoßer haben Migrationshintergrund

Nürnberg – Die zwei Täter, die drei Jugendliche an einer Bahnstation in Nürnberg, offenbar gezielt vor eine mit hoher Geschwindigkeit durchfahrende S-Bahn stießen, haben nach einem Bericht der Bildzeitung, einen türkischen sowie einen griechischen Migrationshintergrund. In dem Artikel, der bislang nur in der Printausgabe erschien, wird sogar seitens der Justiz die Befürchtung geäußert, die beiden 17-Jährigen könnten sich in die Heimatländer der Eltern absetzen.

Nach dem laut Oberstaatsanwaltschaft „Vorsätzlichen Totschlag“, waren alle Zeitungen und auch Onlineportale sichtlich bemüht, sich über den familiären Hintergrund der beiden Täter bedeckt zu halten. In fast allen Meldungen des gleichgeschalteten Medienspektrums ist lediglich von „deutschen Jugendlichen“ die Rede. Einzige Ausnahme machte augenscheinlich die Printausgabe der BILD. Hier heißt es zur Begründung des Haftbefehls, es bestünde „Fluchtgefahr“. Nachdem der Ermittlungsrichter nun schon mal das Ross, nämlich die „bestehende Fluchtgefahr“ genannt hatte, nannte er wenig später auch den Reiter, nämlich die Länder, wohin die beiden mutmaßlichen Totschläger fliehen könnten. Da heißt es im Zeitungsbericht:

„Die Familien der beiden Deutschen stammen aus Griechenland und aus der Türkei. Die Justiz befürchtet, dass sich die 17Jährigen in die Heimat der Eltern absetzen könnten.“ Laut Bild droht den beiden eine Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren.

Über weitere Tathintergründe ist bislang wenig bekannt. Laut Polizeiangaben soll es aus nichtigen Gründen am Bahnsteig der S-Bahnstation Frankensteig zu einer Rangelei gekommen sein. Die Opfer Luca Z. und Frederic W. (16) waren mit vielen anderen Jugendlichen auf einer Discoparty gewesen und warteten gegen Mitternacht auf den letzten Zug.

Ob sich Opfer und Täter kannten oder die Auseindersetzung schon in der Disco „World of Nightlife“ begann, geht aus den weiteren Meldungen nicht hervor. Interessant wäre auch die Frage, woher die Menschenverachtung und der Hass stammen, einen anderen Altersgenossen vor einen herannahenden Zug zu stoßen und damit sein Leben auszulöschen. Ist dieser Hass am Ende anerzogen? Das Wort „Schubser“, wie ihn ein Großteil der mit dem Fall befassten Medien gebraucht, klingt in dieser Hinsicht verharmlosend, wenn nicht gar verniedlichend. In Wahrheit kommt eine solche Attacke einem vollendendeten Mordanschlag gleich. (KL)

@jouwatch

Quelle!: #zaronews

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