Österreich hat am Mittwoch ein Kopftuchverbot für Mädchen in Kindergärten beschlossen. Auch für Grundschülerinnen soll es nun eingeführt werden. Kinder sollen sich frei entwickeln können, findet der Sprecher der Lehrergewerkschaft, der auch vor einem Fastenverbot für muslimische Kinder nicht zurückschreckt.
Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), erklärte laut Krone.at, man prüfe derzeit „alle rechtlichen Möglichkeiten“, um ebenso Mädchen an Grundschulen die islamische Verschleierung so lang wie möglich zu ersparen.
Wie beim Kindergarten-Kopftuch-Verbot gelte es auch hier „Mädchen vor dem Kopftuchzwang, oftmals von ihren Familien ausgehend, zu schützen und ihre freie und gleichberechtigte Entwicklung zu fördern“, erklärte der 49-jährige FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache. Hinsichtlich der freien und selbstbewussten Entwicklung junger Mädchen sei es ihr wichtig, dass diese frei von religiösem Zwang erfolgen kann, betonte auch die österreichische ÖVP-Familienministerin Juliane Bogner-Strauß.
Der Lehrergewerkschaft geht das noch nicht weit genug – für sie sei das Kopftuchverbot bis zum 14. Lebensjahr „notwendig“. „Kinder sollen sich frei entwickeln“, so ihr Sprecher Paul Kimberger, der auch mit einem Kopftuchverbot für Lehrerinnen „kein Problem“ hätte. Für ihn ist der islamische Fastenmonat Ramadan aber sehr wohl ein Problem, an dem muslimische Kinder teilnehmen müssten. „Es ist unverantwortlich, dass Kinder, die mitten in der Entwicklung sind, den ganzen Tag über nichts essen und trinken dürfen.“ Er sei dafür, dass Kinder vor solchen Ritualen geschützt werden – „wenn nötig, mit einem Gesetz“, erklärte Kimberger. (MS)
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