Ungarns Premierminister hat die Zeichen der Zeit erkannt. In den im Mai stattfindenden Europawahlen geht es seiner Meinung nach um nicht weniger als den Machtkampf zwischen den Vertretern des christlichen Europas und den Migration-Unterstützern. Ungarn sieht er dabei auf der Gewinner-Seite.Ungarns Premierminister Viktor Mihály Orbán erklärte laut RT in einem Weihnachtsinterview, das gestern in der Tageszeitung Magyar Idok veröffentlicht wurde, dass sein Land im 20. Jahrhundert zu den Verlierern gezählt habe, er aber entschlossen sei, dass in diesem Jahrhundert zu ändern und Ungarn zum Gewinner zu machen.
Orban gab sich angesichts seiner beiden vorangegangenen Regierungsperioden hoffnungsvoll: „Es wird 2019 Wahlen geben, aber wir schauen auf 2030. Dank acht Jahren gemeinsamer Anstrengungen stehen wir am Beginn einer neuen Ära, und ich bin überzeugt, dass wir nicht nur einen Aufwärtstrend eingeschlagen haben, sondern auch unser Ziel erreichen werden“, so der ungarische Premier.
Zu den von der Opposition veranstalteten Demonstrationen, stellte er fest, dass Proteste zum Alltag in einer Demokratie gehören würden und auch am Heiligabend Kämpfe geführt werden könnten. allerdings gelte das nicht für Gewalt, Zerstörung und Vandalismus.
Die großen westeuropäischen Länder würden mit der Entwicklung einer gemischten Zivilisation „experimentieren“ und „sie denken, dass das christliche Europa in ein christlich-muslimisches Europa umgewandelt werden sollte“. In Mitteleuropa habe man sich jedoch entschieden, an diesem Experiment nicht teilzuhaben, da die Risiken, die es mit sich bringe, extrem hoch seien.
„Wir wollen nicht, dass unsere Länder von einer gemischten Bevölkerung bewohnt werden, und deshalb schützen wir unsere Grenzen und lehnen die Migration ab. Jeder kann sehen, dass die Menschen im Westen diese unsere Entscheidung nicht respektieren…. Sie benutzen die ungarische Opposition als Werkzeug“, so Orbán laut RT Deutschland.
George Soros und seine Netzwerke würden nicht tolerierten, dass die Länder Mitteleuropa bei dem von ihnen gewollten großen Experiment der gesellschaftlichen Transformation nicht mitmachen wollen.
Deshalb würden die kommenden Europawahlen ein Meilenstein im Machtkampf zwischen den politischen Kräften, die das christliche Europa schützen, und denen, die die Migration unterstützen, sein. Es wird eine historische Situation entstehen, in der Ungarn nicht nur für sich selbst, sondern auch für das christliche Europa kämpft.
Neben der Einwanderung aus den muslimischen Gesellschaften der ganzen Welt, die extreme Risiken im Zusammenleben berge, ist für den ungarischen Premierminister und erklärten Soros-Gegner die demographische Entwicklung seines Landes ein weiteres wichtiges Thema.
Die ungarische Regierung unternehme alle Anstrengungen, um die Familien zu stärken, denn „wir glauben, dass Familien den Schlüssel zur Fortsetzung der ungarischen Geschichte und der Zukunft der Nation halten“, erklärte Orbán und verfolgt damit die gleiche Politik wie sein italienischer Kollege Matteo Salvini, der ebenfalls das Ziel verfolgt, dass italienische Eltern mehr Kinder bekommen (jouwatch berichtete).
Zur Zeit ruft der bevorstehende Umzug des Premierministers von seinen Amtsräumen im Parlamentsgebäude auf die Burg von Buda seine Kritiker auf den Plan. Orbán hatte das ehemalige Karmeliterkloster im historischen Burgviertel hoch über Budapest für rund 65 Millionen Euro aufwendig umbauen lassen.
Die Burg mit ihren weitläufigen Palastanlagen, diente den ungarischen Königen vom Mittelalter bis zur Eroberung Ungarns durch die Türken 1541 als Residenz. „Die Burg von Buda wird zum Symbol überflüssiger staatlicher Protzerei“, ätzte die sozialistische Abgeordnete Ildiko Bango-Borbely im Oktober im Parlament.
„Es war immer schon das Ziel, dass die für eine Demokratie unhaltbare Situation ein Ende findet, dass (…) die Regierungsmacht von der gesetzgebenden Macht nicht räumlich getrennt ist“, erklärte hingegen der Kanzleramtsminister Gergely Gulyas laut web.de am Montag dem TV-Sender ATV. (MS)
@jouwatch
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