StartZARONEWS PresseAgenturRote Socken: Die taz will ihren ollen Adolf loswerden

Rote Socken: Die taz will ihren ollen Adolf loswerden

Schnappatmung bei der „taz„. Sven Felix Kellerhoff hatte es gewagt, in der „Welt“ den ollen Hitler einen Linken zu nennen, obwohl das überflüssig gewesen ist. Schließlich weiß jeder, der sich in der Geschichte auskennt, daß der Braunauer eine braun eingefärbte Rotsocke gewesen ist. Daß getroffene Hunde bellen, weiß auch jeder. Das medienkritische Leckerli zur Beruhigung.

Mach´ Sitz, taz! Es kommt gar nicht darauf an, was ihr Rotlinken euch alles aus den Fingern saugt, um der Welt weiszumachen, der Braunlinke stamme nicht aus demselben Wurf wie ihr. Wo bleibt denn da die Solidarität mit den lieben Geschwisterchens, hä? Auch der braune Welpe ist so knuddelig wie ihr kleinen roten Kläffer. Mitnichten ist der Braune aus der Art geschlagen. Das ist einwandfrei einer von euch. Und nachgewiesen haben das schon ganz Andere. Was soll denn das hier?

„Die Hufeisentheorie, nach der politische Einstellungen sich an ihren extremen Enden links und rechts so ähnlich sind, dass sie sich beinahe berühren, hat schon so manche krude Blüte getrieben. Herausragende Floristin an diesem Beet ist Erika Steinbach, die gern betont, dass es schließlich NationalSOZIALISMUS heiße.“

Freilich besteht der Apfelkuchen nicht aus Gurken, nur, weil ihn jemand Gurkensalat nennt. Wenn der Apfelkuchen aber doch aus Gurken besteht, dann ist er halt kein Apfelkuchen, sondern ein Gurkensalat. Die Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschlands hätte dann, wenn sie „rechts“ gewesen wäre, Nationalkonservative Bürgerpartei Deutschlands (NKBPD) heißen müssen. Hieß sie aber nicht. In ihrem Namen kamen die Worte „Arbeiter“ und „sozialistisch“ vor. Was euren leichtsinnigen Umgang mit der Hufeisentheorie angeht, besteht euer Fehler – von einem Denkfehler mag man gar nicht reden – darin, daß ihr, wie in anderen Dinge auch, glaubt, die Dinge änderten sich schon dadurch, daß man sie anders nennt. Horst Mahler ist mein Zeuge. Das, was ihr hier als die „extremen Enden“ des politischen Spektrums bezeichnet, hat mit Ende überhaupt nichts zu tun.Von Denkfehler wollte ich deswegen nicht reden, weil bei euch braunroten Socken sowieso gilt, daß man nicht zu denken braucht, solange man auch schwätzen kann.

Die parlamentarische Gesäßgeographie sieht so aus: Auf der linken Seite des Plenarsaals gammeln teils mit Grünspan überzogene, rotbraunrostige Hufeisen auf den Sitzen herum, an ihren Enden jeweils zusammengebogen – und auf der rechten Seiten sitzen ehrenwerte Konservative aus dem Bildungsbürgertum. Da berührt sich gar nichts. Was im Parlament auf der linken Seite zu sehen ist, nennt sich auch „grünspanig-rotbrauner Alteisenparlamentarismus“. Stalin der Stählerne – und Adolf der Kruppstählerne. Das ist schon der ganze Unterschied zwischen euch Linken. Nationalsozialisten und Internationalsozialisten in ihrem saudummen Kampf gegen das, was immer gilt. Gemeinsam haben sie ein „geistige Flexibilität“ so „zäh wie Leder“ und sie fliehen vor der historischen Wahrheit so „flink wie die Windhunde“.

Auf der rechten Seite sitzen die Konservativen als diejenigen, die genau das vor den Saudummen bewahren wollen, was immer gilt. Da braucht man auch gar nicht unbedingt die ehrenwerte Frau Steinbach bemühen, die lediglich kurz zusammengefaßt hat, was die Nationalsozialisten über sich selbst – und später dann Historiker über die Nationalsozialisten bestätigt haben: Nichts war den Nazis verhasster als das nationalkonservative Besitzbürgertum. (Goebbels, 1931 in „Der Angriff“). Oder nehmen wir Ernst Nolte und den Historikerstreit 1986/87. Oder Nikolaus Fest. Oder noch viel schöner: Den SPIEGEL-Kolumnisten Jan Fleischhauer, der in seinem lesenwerten Buch von einem, der „aus Versehen konservativ wurde“, die interessante Geschichte erzählt von jenem deutschen Mitglied des stalinistischen Politbüros, Karl Matthäus Löw , welches vor einer der stählernen Säuberungswellen in der Sowjetunion zurück ins Reich geflohen war und anschließend in einem 1938 erschienenen Buch des Nibelungen-Verlags den ollen Hitler als den „größten Sozialisten aller Zeiten“ pries. Das wäre damals wohl kaum durchgegangen, wenn es nicht zum Nazi-Selbstverständnis gepaßt hätte. Der Nibelungen-Verlag wurde schließlich am 4. August 1934 durch das Propagandaministerium als Hausverlag der „Antikomintern“ gegründet. Verlagsleiter war Eberhard Taubert. Ebenfalls im Nibelungen-Verlag verlegt wurde 1938 das Buch „Abrechnung mit Moskau“ der früheren KPD-Reichstagsabgeordneten Maria Reese.

Das ist historisch insofern interessant, als daß kaum jemand wußte, daß der olle Adolf schon GröSaZ gewesen ist, bevor er zum GröFaZ wurde. Wie gesagt: Horst Mahler ist mein Zeuge. Vom RAF-Anwalt zum Neonazi. Die Frau Steinbach hat abseits aller Floristik völlig recht.

Daß nach dem Krieg viele vormalige Nazis in der Bundesrepublik ihr politisches Auskommen nicht nur in der SPD , sondern auch bei der Union und der FDP fanden, so, wie bspw. Taubert, Kiesinger und Filbinger, ändert nichts daran, daß der DDR-Schmäh vom radikal-sozialistischen Bruch mit den Nazis nichts als ein Mythos gewesen ist. Daß die DDR alle Nazis in ihrem Land konsequent aufgespürt und einer gerechten Strafe zugeführt habe, ist nur eine Legende, die zum antifaschistischen Selbstverständnis der DDR paßte und bewußt etabliert wurde. Die Entnazifizierung in der DDR war höchstens ein Spiel mit Halbwahrheiten, wie Claudia Gründer im MDR nachgewiesen hat.

Es ist so, ihr rotlinken Kläffer: Ihr seid einfach naiv. Ihr glaubt tatsächlich, daß nur deswegen, weil ihr heute so „tolerant“, so „sozialgerecht“, „geschlechtergerecht“, „rassengerecht“, so „lieb und menschlich“ sein wollt – und das alles ausgerechnet als „Linke“ – , die bösen Nationalsozialisten und die bösen Internationalsozialisten ganz unmöglich den Schoß stellen können, aus dem ihrhervorgekrochen seid. Tja, so leid es mir tut: So ist es aber. Am besten haut ihr euch selber eine in die Fresse.

Damit wir aber lachend in den Tag starten, ihr süßen taz-Kläffer, amüsieren wir uns wie Bolle über noch einen, der partout nicht wahrhaben will, was los ist, historisch so, und eine schreiberische Bodengymnastik zum Vortrag bringt, daß wir uns vor Lachen nur noch so kugeln. Dem ollen Augstein sein Kuckuck, der billige Jakob, will nämlich ebenfalls nicht wahrhaben, was unbestreitbar ist – und zwar hier. Der fabuliert doch tatsächlich, die Feststellung, daß die Nazis links gewesen sind, sei eine „Diskreditierung der linken Hoffnung„. Diskreditierung der linken Hoffnung – haua-haua-ha … ich kann nicht mehr. Hoff-hoff-hoff … das ist ja nur noch zum Schreien komisch. Danke für diesen Lacher, ihr rotlinken Pappnasen!

Zum Schluß noch ein Originalzitat vom italienischen Faschisten-„Führer“, dem Duce Mussolini: „Der Sozialismus ist mir in die Knochen eingraviert.“ Soll nochmal einer sagen, ihr wärt zu nichts zu gebrauchen.

@jouwatch

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