Nachdem die „New York Times“ über mutmaßliche digitale Angriffe amerikanischer Geheimdienste auf das russische Stromnetz berichtete, warf US-Präsident Donald Trump dem Blatt Hochverrat vor. Nun reagiert die Zeitung auf die Anschuldigung.
Solche Aussagen gegenüber den Medien seien gefährlich, und die Regierung sei mit dem Text vor der Veröffentlichung des Artikels vertraut gewesen, so die NYT.
„Es ist gefährlich, die Presse des Hochverrats zu beschuldigen. Wir haben den Artikel der Regierung vor der Veröffentlichung beschrieben. Wie unsere Aufzeichnungen belegen, gaben die Vertreter der nationalen Sicherheit von Präsident Trump an, dass kein Grund zur Sorge besteht“, schrieb die Zeitung auf ihrer Twitter-Account.
Zuvor hatte die Zeitung „New York Times“ von verstärkten Versuchen der US-Geheimdienste berichtet, Schadsoftware in Russland zu verbreiten, die dem Stromnetz des Landes große Probleme bereiten könnten. In dem Artikel beziehen sich deren Verfasser auf namentlich nicht genannte Quellen. Nach Angaben der Journalisten hätten sie über drei Monate hinweg Interviews mit ihren Quellen geführt, in denen dargelegt worden sei, wie die US-Behörden mithilfe von Computercodes das russische Stromnetz und andere Ziele infiltriert hätten.
Washington wolle Moskau damit eine klare Warnung senden, hieß es.



