StartPolitikEUSchweiz: Identität von Asylbewerbern ist nur zu zehn Prozent sicher

Schweiz: Identität von Asylbewerbern ist nur zu zehn Prozent sicher

In der Schweiz steht die wahre Identität von Asylbewerbern offenbar nur zu rund zehn Prozent fest. Zudem werden viele vorläufig Aufgenommene unter verschiedenen Namen in den Akten geführt.

In der Schweiz sind in den letzten zehn Jahren offenbar 151.300 Asylsuchende mit Aliasnamen erfasst worden. Wie aus einem Bericht der „Basler Zeitung“ hervorgeht, entstand das dadurch, dass 96 Prozent der minderjährigen Asylsuchenden ohne Identitätspapiere eingereist sind.

SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga wurde daraufhin in einer Fragestunde des Nationalrats dazu befragt. Laut ihrer Erklärung liege das „unter anderem an der unterschiedlichen Schreibweise bei der Transkription der Namen aus dem Arabischen. Zudem könne es auch Fehler bei der Ersterfassung geben“, meint sie.

Dass jemand vorsätzlich falsche Angaben macht, könne sich Sommaruga nicht vorstellen. In der Praxis würde dies ohnehin keine Rolle spielen, weil das Asylgesetz laut der Justizministerin keine Bestimmungen enthält, die die strafrechtliche Sanktionierung bei Identitätstäuschung vorsehe.

Weiter heißt es im Bericht, dass rund 60.000 dieser Personen ein Bleiberecht erhalten hatten, obwohl nur dann Asyl oder eine vorläufige Aufnahme gewährt werden, wenn die Identität feststeht oder glaubhaft gemacht worden sei. In diesen Fällen hat der Bund offenbar Asylbewerber aufgenommen, deren Identität den Behörden als wahrscheinlich erscheint.

Wie die Migrationsbehörde dann sicher sein kann, ob die Fluchtgeschichte des Asylbewerbers stimmt, wenn sie nicht mit Sicherheit sagen könne, aus welchem Land der Betreffende überhaupt kommt, darauf gab es laut Basler Zeitung keine Antwort. (mcd)

Beitragsbild: MAHMUD TURKIA/AFP/Getty Images

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/europa/schweiz-identitaet-von-asylbewerbern-ist-nur-zu-zehn-prozent-sicher-a2231853.html

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