StartPolitikEuropaSPD zu links geworden? Ex-Mittelstandsbeauftragter der Sozialdemokraten tritt in die FDP ein

SPD zu links geworden? Ex-Mittelstandsbeauftragter der Sozialdemokraten tritt in die FDP ein

30 Jahre lang war er in der SPD aktiv, galt 2009 als potenzieller Wirtschaftsminister im Schattenkabinett von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, zuletzt war er Mittelstandsbeauftragter der SPD. Doch unter Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans wurde ihm die SPD zu links. Nun tritt Harald Christ der FDP bei.

Bereits im Dezember war der erfolgreiche Unternehmer und Multimillionär Christ nach 30 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD ausgetreten. Grund dafür war der angebliche Linkskurs, den die Sozialdemokraten mit der neuen Führungsspitze Esken und Walter-Borjans eingeschlagen hatten. Nun hat der 48-Jährige offenbar bei der FDP eine neue politische Heimat gefunden. Wie der „Spiegel“ berichtet, will Christ den entsprechenden Mitgliedsantrag am Dienstag unterschreiben. Die Liberalen begrüßten den Neuzugang bereits am Morgen via Twitter in ihren Reihen:

​Ebenfalls über den Kurznachrichtendienst erklärte Christ seine Motive für den Parteiwechsel. Er wolle die ökologische, ökonomische sowie soziale und digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft in Angriff nehmen.

Eine liberale Partei, die die Perspektiven sozialen Aufstiegs und sozialer Marktwirtschaft vereine, habe sehr gute Chancen, zu einem stabilisierenden Faktor in einem Parteiensystem zu werden, das durch die Unsicherheit der beiden Volksparteien ins Wanken geraten sei, so der Neu-Liberale weiter.

Harald Christ ist Inhaber der Berliner Kommunikationsberatung Christ & Company und ist im Aufsichtsrat von Karstadt Kaufhof. Mittelfristig könnte Christ ein neues politisches Amt übernehmen.

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