Die Tierschutzbeauftragte der FPÖ und Ehefrau des Ex-FPÖ-Chefs und zurückgetretenen österreichischen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache, Philippa Strache, kandidiert bei der kommenden Nationalratswahl auf der Wiener Landesliste für die FPÖ. Das folgt aus einer Mitteilung der Partei, die auf dem Presseportal APA-OTS veröffentlicht wurde.
Die Wiener FPÖ präsentierte auf dem Portal die am Freitag beschlossene Kandidatenliste für die Nationalratswahl. Philippa Strache landete hinter der Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch und dem Justizsprecher Harald Stefan auf Platz drei.
Die Liste soll einstimmig beschlossen worden sein, schreiben örtliche Medien unter Berufung auf den Wiener FPÖ-Chef, Dominik Nepp. Für Philippa Strache habe einzig und allein die Qualifikation der Politikerin gesprochen.
Ihre Kandidatur und der mögliche Verzicht Heinz-Christian Straches auf sein EU-Mandat, sei keinesfalls als „Tauschhandel“ zu bezeichnen, so Nepp.
Ibiza-Skandalvideo
Am 17. Mai war von deutschen Medien ein Video veröffentlicht worden, in dem der damalige FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache eine vermeintliche russische Milliardärin um Wahlkampfspenden bittet und im Austausch Staatsaufträge anbietet. Strache hielt die Frau wohl für die Nichte eines russischen Oligarchen und gab Äußerungen von sich, die ihn das Amt kosteten.
In einer am 24. Mai bei APA erschienenen Presseerklärung nahm Strache zu dem Ibiza-Video Stellung. Darin räumte er zwar Fehler ein, betonte jedoch, dass das Video rechtswidrig aufgezeichnet worden sei und die Verantwortlichen ermittelt werden müssten. Deswegen erstattete Strache in Deutschland Anzeige gegen jene, die an der Herstellung der Aufnahmen beteiligt waren.



