Wiesbaden/Mainz – Der wegen Korruptionsvorwürfen in die Schlagzeilen geratene Wiesbadener Bürgermeister Sven Gerich, der eng mit dem Mainzer Bürgermeister Michael Ebeling befreundet ist, wird dieses Jahr nicht ans „anderer Ufer“ nach Mainz wechseln, um zusammen mit seinem Mainzer Amtskollegen an der traditionellen Fernseh-Karnevalssitzung „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“ teilzunehmen. Das meldet der Wiesbadener Kurier und bestätigt damit seit Tagen kursierende Gerüchte. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen einer gemeinsamen Spanienreise mit dem früheren Geschäftsführer der städtischen Holding, Ralph Schüler (CDU), ist das Wiesbadener Stadtoberhaupt durch einen kostspieligen Schlemmerabend auf städtischer Kreditkarte mit dem Mainzer OB in die Schlagzeilen geraten. (jouwatch berichtete)
„Ich will die Freundschaft zu Michael Ebling nicht belasten“, sagte Gerich der Zeitung. Ursprünglich wollte Gerich mit seinem Ehemann Helge im Fußballtrikot von SV Wehen Wiesbaden an der Sitzung im Kurfürstlichen Schloss in Mainz teilnehmen. Ebling und Partner Andreas Schulz in der Kluft des Mainzer Erstligisten 05. Auch für den SPD-Parteigenossen Ebling schlägt im Oktober dieses Jahres bei der OB-Wahl die Stunde der Wahrheit. Nach dem ausgiebigen Kreditkartenessen…
Vor drei Jahren hatten beide in einem von der Mainzer Allgemeinenwiedergegebenen FAZ-Gespräch „tiefsinnig“ und offen über ihre Homosexualität und Profifußballer gewitzelt. Im Laufe des Gesprächs sagte Gerich scherzhaft: „Alle Mainzer sind vom anderen Ufer“. Eine absolute Wahrheit. Aber ebenso wahr ist, bis zu den OB-Wahlen fließt nicht mehr allzu viel Wasser den Rhein hinab. (KL)
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