Es hat zwar etwas länger gedauert, aber dann kam, was kommen musste: Die Linken in diesem Land missbrauchen die muslimischen Opfer von Christchurch in Neuseeland, instrumentalisieren diesen abscheulichen Terroranschlag, um hier ihre Politik gegen die Aufklärung fortzusetzen und den Druck gegen die Opposition zu verstärken.
Merkwürdigerweise handelt es sich in diesem Fall nämlich nicht um einen Einzelfall, dieses Mal werden die „rechten Islamkritiker“ unter Generalverdacht gestellt – und es fallen all die Begriffe, die dazu nötig sind, die Stimmung in diesem Land noch mehr aufzuheizen, den ohnehin schon kaum noch zu überwindenden Graben, der sich durch die Gesellschaft zieht, weiter zu vertiefen. Dass die Linken dem Massenmörder, der mit seiner Horrortat einen Bürgerkrieg entfachen wollte, in die Hände spielen, merken sie leider selbst nicht einmal.
Der „Focus“ spielt bei dieser Instrumentalisierung wieder einmal die erste Geige und zieht einen dieser obskuren „Extremismusforscher“ aus dem Hut, die mittlerweile anscheinend vom Himmel regnen. Und dieser Steffen Kailitz sieht natürlich viele Parallelen zu „Rassisten“ in Deutschland – und warnt vor wachsender Gewaltbereitschaft. Dabei fallen dann die Begriffe „Pegida“, „IB“, „AfD“ und „NSU“:
In Deutschland gibt es gleich mehrere Gruppen, Organisationen und Parteien, deren Mitglieder oder Unterstützer sich eifrig an der Verbreitung dieser kruden Theorien beteiligen – vor allem über das Internet. Nicht nur in gewaltbereiten rechtsextremen Gruppierungen ist die These vom „Bevölkerungsaustausch“ weitverbreitet.
Sogar in Parteien und Bewegungen, die sich offen von rechtsextremen Gewalttaten distanzieren – etwa Pegida, die „Identitäre Bewegung“ und die AfD – findet der Begriff „Bevölkerungsaustausch“ rege Verwendung.
Da muss man sich natürlich die etwas zynisch klingende Frage stellen: Wem nützt dieses grausame Verbrechen eigentlich am meisten, denn es steht zu befürchten, dass nun zum großen Rundumschlag gegen alle Islamkritiker und Asylkritiker ausgeholt wird.
Wieder der „Forscher“, der das auch gleich belegen will:
Besonders besorgniserregend sei an dieser Entwicklung, dass diese „Wechselbeziehung zwischen Islamismus und Islamfeindlichkeit“ auch in Deutschland zu einer „wachsenden Anzahl von Anschlägen auf Moscheen und Übergriffen auf Muslime führe“, sagt der Extremismusforscher Steffen Kailitz zu FOCUS Online.
Die „Mär von einer Machtübernahme durch Muslime“ und die Panikmache vor einer Politik des „Bevölkerungsaustausches“, die den ‚Altparteien‘ und namentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstellt wird, werde dabei „ganz gezielt eingesetzt, um rassistische Motive zu schüren“, sagt der Extremismusforscher. Parallelen zwischen dem historischen Antisemitismus und der heutigen Muslimfeindlichkeit seien dabei offenkundig…
Wie real die Gefahr durch Theorien dieser Art auch in Deutschland ist, hat schon vor Jahren auf tragische Weise der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) bewiesen, der zur Ermordung ausländischer Mitbürger gegründet worden war. Der Gruppe um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe wird für zehn Morde – neun Migranten und ein Polizist – und zwischen 2000 und 2007 und 43 Mordversuche verantwortlich gemacht.
Und noch ein sogenannter Experte darf zu Wort kommen, dieses Mal in einer Agenturmeldung:
Nach dem Anschlag gegen Muslime im neuseeländischen Christchurch hat der Terrorismus-Experte Peter Neumann von den großen Internetfirmen einen stärkeren Einsatz im Kampf gegen Propaganda von Terroristen gefordert. „Die Firmen müssen mehr beisteuern im Anti-Terror-Kampf. Das ist ihre Verantwortung als global agierendes Unternehmen“, sagte Neumann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).
„Doch der Einsatz von Unternehmen wie Youtube und Facebook ist bisher zu wenig.“ Gegen die rasante und massenhafte Verbreitung lasse sich „nur mit mehr Einsatz von Personal und Technik vorgehen, mit deren Hilfe diese brutalen Videos gelöscht werden“, sagte der Politikwissenschaftler, der als Professor am Londoner King`s College seit vielen Jahren zu Extremismus und Radikalisierung arbeitet. Der Attentäter von Christchurch habe sich bei seinem Terroranschlag „sowohl auf die Ideologie traditioneller Neonazis“ bezogen, sagte Neumann.
„Zugleich aber spricht er etwa vom `großen Austausch`. Das ist eine populäre rassistische These der Neuen Rechten, die damit einen `Kulturkampf` propagiert.“ Noch etwas falle auf, so der Terrorexperte: „Der Attentäter postet nicht nur ideologische Texte oder Verweise, sondern veröffentlichte ein Sammelsurium an scheinbar unsinnigen, kruden und widersprüchlichen Videos und Parolen.“
Doch genau dies sei „typisch für eine aggressive neurechte Subkultur im Internet, die sich überall ihren Ideologie-Mix zusammensammelt“, sagte Neumann den Funke-Zeitungen. (dts)
Dass Facebook & Co ebenso ein Tummelplatz für Islam-Terroristen und Linksfaschisten sind, davon ist dann natürlich keine Rede.
Hier einige vernünftige Stimmen
Der Anschlag von Christchurch eröffnet weitere Aussichten auf den Bürgerkrieg. Diejenigen, die gehofft hatten, er werde nur eine Kriegspartei kennen, haben geirrt. Ich erinnere an die weisen Worte zweier großer zeitgenössischer Politiker: Terroranschläge sind „ein Bestandteil des Lebens in einer Großstadt“, erklärte Londons Oberbürgermeister Sadiq Khan; „Wir werden mit der Terrorbedrohung leben müssen“, sekundierte Thomas de Maizière, deutscher Innenminister in den Tagen des freundlichen Gesichts.
Als ich meine Betroffenheit suchte…
Heute Morgen erst vom Massaker auf Muslimen in Christchurch/ Neuseeland gehört. – War entsetzt. Das nichts aber auch gar nichts Terrorakte rechtfertigen dürfen, darüber sind wir uns sicher einig. – Aber wollte mich erst einmal umfassend informieren, bevor ich mich äußere, falls überhaupt.
Verstörend, dieses Video, diese mit weißer Schrift eng bemalte Schnellfeuerwaffe, grauenhaft dieser eiskalte Typ! Das hinterlassene „Manifest“ gibt Rätsel auf. Er, der mutmaßliche Täter, selbst bezeichnet sich als Ökofaschist und quasi Kapitalisten-Hasser (sind die nicht eher links?) und Rassist? Die deutschen Medien: Transnationales ideologisches Netzwerk, Rechtsextremer Gewaltexzess. Rechtsextremist mit weit verzweigten Terrornetz. Das weiß man doch nach wenigen Stunden, na klar…
Die Antifa-Clowns Emskirchen twittern Shlomo sei schuld, der australische Fascho hätte sich erst durch seine Videos radikalisiert lt. Bento und taz. (Kommi1)
Und Aiman A. Mazyeks Ermahnungen und typischen Opfergebaren „Hasssss macht sich breit“ anläßlich des Massakers treiben einem wieder die Tränen in die Augen. https://www.tagesspiegel.de/…/zentralrat-der-…/24109502.html
Und sehr viele Moslems im Netz nutzen diesen Terrorakt, um nun endlich einmal klarzustellen, dass nicht Muslime töten, sondern einzig und allein die Opfer von Christen, von Juden, von Buddhisten, Hindustani und Atheisten sind. (Kommi 2, Kommi 3)
Ich war platt, so viel Realitätsverweigerung und Verleugnung hätte ich nicht vermutet.
Zur Ernüchterung all dieser heiligen Moslems hier mal die Liste der weltweiten Terrorakte https://de.wikipedia.org/wi…/Liste_von_Terroranschl%C3%A4gen
Und ein weiteres aktuelles Bombenattentat durch Muslime auf den Philippinen (Januar 2019 – 20Katholiken tot) https://www.vaticannews.va/…/philippinen-attentat-blutig-ka…
Oder: http://www.christenverfolgung.org/2000-werden-gefangen-geha…
Oder: Oktober 2018, besonders grausam: „Bei dem Konflikt seien Messer und Macheten genutzt worden, einige Menschen wurden lebendig verbrannt…“ https://derstandard.at/…/55-Tote-bei-Kaempfen-zwischen-Musl…
Dazu – insbesondere im deutschen Fernsehen aber auch in den Printmedien hört man nix, oder die essenziellen Fakten werden extrahiert und es war dann nur noch eine Kabbelei unter Einwohnern ,,,
Dann stieß ich, wie Susanne Koester, auch auf das Massaker mit 32 Toten durch Muslime in Nigeria.
Mal zum Vergleich:
CBNNews beschreibt schon im Titel:
„R a d i c a l M u s l i m s Murder 32 Nigerian Christians, Torch Church in Brutal Attack“ https://www1.cbn.com/…/radical-muslims-murder-32-nigerian-c…
Die ZEIT!!“ Ein Dreizeiler, kein Hinweis auf die Religionen Titel:
„Zeugen: Mindestens 32 Tote bei Angriff auf Dorf im Norden Nigerias“ https://www.zeit.de/…/zeugen-mindestens-32-tote-bei-angriff…
SO VIEL ZU: „MUSLIMS ARE NOT TERRORISTS“
Fasse ich es mit Susanne Kösters Worte noch einmal zusammen:
„Dergleichen findet in vielen Ländern regelmäßig statt!
Aber es interessiert keinen!
Niemand heuchelt Mitleid und Betroffenheit, keine Twitter-Nachrichten, keine Kondolenz-Bekundungen von irgendwelchen Regierungen, keine Kerzen-Bildchen auf Fb.
Nur Schweigen!!!
Ich habe es soooo satt!“
Zurück zu Christchurch, es war ein grausames Verbrechen eines ideologisch entmenschlichten Kretins. – Die betroffenen Moslems die überlebt hatten und zu Wort kamen, taten mir aufrichtig leid. Mein Beileid für die Überlebenden.
Aber inzwischen verspüre ich Leere. Schon zu viele Tote unter unseren Landsleuten durch Terroristen, Mörder, Vergewaltiger und Messerstecher und brutalen Schläger und Stiefeltreter eines bestimmten Kulturkreises. Jeden Tag! Damals hatte ich noch Tränen und verarbeitete den Leidensdruck in einem VID (Kommi 4). Sicher erinnern sich einige.
Aber wie soll ich Betroffenheit für terroristische Morde am anderen Ende der Welt empfinden, wenn ich nicht mal mehr für die in unserem Land täglich messergemeuchelten und getöteten Menschen Tränen habe?
Ich denke, es ist Selbstschutz, Desillusionierung und eine unglaubliche Verachtung für diese ihrem eigenen Volk in den Rücken fallende islamophile Regierung und deren satten gekauften oder korrumpierten oder tatsächlich so dämlichen Mitläufer des linksgrünen Establishments aus Politik, Gesellschaft, Kunst & Kultur, denen die vielen Opfer aus ihrer eigenen Bevölkerung s c h e i ß e g a l sind, aber sich genau vor diesen fundamentalistischen Vertretern, deren menschenverachtende Ideologie und Kultur die Toten zu verantworten hat, in den Staub werfen. Steinmeier?
Der Wahnsinn geht soweit, dass man „IS-Heimkehrer“ über „Legalisten“, zu denen man die Muslimbruderschaft!!! zählt und auch die türkische Milli-Görüs-Bewegung.
IS-Kämpfer der Muslimbruderschaft anvertrauen.
Das muss man sich mal vor Augen führen. Was nehmen die dort im Senat?
Die Welt ist aus den Fugen geraten. Und meine Gefühle aus dem Lot. Nein, ich habe zurzeit keine Tränen, und das tut mir so leid.
Neuseeland. So viele Kommentare voller Hohn und Hass. Sind so viele von uns wirklich so abgestumpft?
Rechts, links, Muslime, Christen…….es wurden Menschen einfach abgeknallt, während sie in ihrem Gotteshaus waren.
Ein Mensch nimmt sich das Recht heraus, zig Leben einfach auszulöschen und Familien für immer ins Unglück zu stürzen. Und vielen fällt nichts anderes ein, als zu überprüfen, ob die Tat irgendwie doch dem „anderen Lager“ in die Schuhe geschoben werden kann.
Man schreckt sogar nicht davor zurück, zu behaupten, die Tat sei gestellt und untermauert dies mit Screenshots, deren Herkunft man nicht kennt.
Man sagt, das war aber jetzt ein Einzelfall, ein Rechtsextremer war das nicht sondern ein linker Klima-Faschist.
Wir dürfen in dieser schlimmen Zeit nicht unsere Menschlichkeit, Empathie und das Mitgefühl für andere aus den Augen verlieren. Nicht die Welt, wir Menschen bewegen uns auf einen Abgrund zu.
Ich habe das Video, das nach der Tat gemacht wurde, gesehen. Ich werde niemals auf diesen Zug voller Hass mit aufspringen. Es gibt kein Gut und Böse im Terrorismus. Es ist immer Terror.
Es ist ein dunkler Tag heute, für alle Menschen.
Für Konservative hat der gebürtige Australier nur Verachtung übrig. „Konservatismus ist tot, Gott sei es gedankt“, schreibt er. Seine Hauptkritik: Konservative „glauben nicht, daß Rassen existieren“.
Als sein Ziel nennt er, mit dem Attentat in den USA einen Bürgerkrieg auszulösen. Der Anschlag werde Rufe nach einem Verbot von Handfeuerwaffen nach sich ziehen, „die in einen Bürgerkrieg münden werden, der die USA entlang politischer, kultureller und – am wichtigsten – rassischer Linien teilen wird“.
Unterdessen haben Politiker weltweit den Anschlag zum Anlaß genommen, einen schärferen Kampf gegen Islamhaß zu fordern. Man müsse „Vielfalt als eine Quelle der Stärke, nicht als Bedrohung“ sehen, teilte Kanadas Premierminister Justin Trudeau mit. „Wir müssen uns alle Islamophobie entgegenstellen und daran arbeiten, eine Welt zu schaffen, in der sich alle Menschen – ungeachtet ihres Glaubens, wo sie leben oder wo sie geboren sind – sicher fühlen können.“
Jürgen Fritz über den „Querfront Killer“ auf seinem Blog:
Zig Tote, zig Verletzte. Fast hundert Menschen wurden von einem einzigen Mann mit einer automatischen Schusswaffe förmlich niedergemäht. 49 sind bereits tot, 48 mussten zum Teil schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. Politiker und Journalisten der Massenmedien geben nun ihre üblichen Phrasen von sich. Und alle sind bemüht, den schwarzen Peter ihrem jeweils größten politischen Feind rüberzuschieben. Wird irgendetwas aus diesem schrecklichen Verbrechen gelernt? Vermutlich nicht. Denn dazu fehlt es auf allen Seiten an kritischer Selbstreflexion. Für die wenigen, die dazu fähig sind, ein paar Zeilen.
Politisch rechts und links
Die einen behaupten nun, der Attentäter von Christchurch wäre ein „Rechtsextremist“ und sonst gar nichts. Die anderen bestehen darauf, er wäre ein „linker Ökofaschist“, mit rechts hätte das gar nichts zu tun . Das Böse wird je nach eigener Position immer der Gegenseite zugeschoben.Beide Urteile sind wohl nicht völlig falsch, aber auch nicht richtig und beide Seiten sind kaum fähig, die eigene Position kritisch zu überdenken.
Zunächst sind die Begriffe „politisch links“ und„politisch rechts“ ohnehin extrem grob und damit meist viel zu ungenau, eigentlich kaum noch brauchbar. Sie taugen wenig, um heute die politische Position von jemand halbwegs genau zu verorten und zu verstehen. Zum anderen enthält das Weltbild von Branton Tarrant sowohl rechte als auch linke und grüne, ökologische Elemente.
Das zentrale Kriterium für die Abgrenzung links-rechts ist das der Gleichheit oder Ungleichheit der Menschen. Rechte meinen, dass Menschen von Natur aus verschieden seien und rechtfertigen damit eine Hierarchie der Gesellschaft, früher König, Klerus, Adel, Bürger, Bauern und Unterschicht (Knechte etc). Ein Rechter könnte zum Beispiel, wie Aristoteles und viele andere auch, Sklaverei gutheißen, indem er sagt, die Menschen seien nun mal von Natur so unterschiedlich, dass manche quasi zum Sklaven geboren sind. Zu anderem wären sie gar nicht fähig und alles andere würde sie überfordern. Was nicht heißen muss, dass man sie schlecht behandelt. Aristoteles behandelte seine Sklaven sicherlich sehr gut und gerecht und in der Antike haben nahezu alle Völker und Kulturen Sklaven gehalten. Die Sklaverei wurde abgeschafft von Linken. Weshalb?
Der Linke und sein Gleichheitsfetisch
Ein Linker will alle Unterschiede abbauen. Sklaverei könnte er niemals befürworten, aber auch keine sonstigen Hierarchien in der Gesellschaft. Alle sollen mindestens gleichberechtigt sein und vielen Linken reicht auch das längst nicht mehr. Neue Linke wollen die Freiheit massiv einschränken, um die natürlichen Unterschiede, welche sie als „strukturelle Gewalt“ und „Unterdrückung“ ansehen, abzubauen. Die Reihenfolge bei „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“hat sich bei ihnen quasi verdreht in „Gleichheit – Brüderlichkeit – und auch ein bisschen Freiheit „.
Aus Gleichberechtigung ist bei den Neuen Linken Gleichstellung geworden, so zum Beispiel Frauenquoten. Frauen und die Menschen der Dritten Welt sollen nicht nur gleichberechtigt sein, sondern immer bevorzugt, immer privilegiert werden, um sie quasi von unten nach oben zu holen, also Ungleichheit abzubauen. Neue Linke wollen also inzwischen nicht mehr Chancengleichheit, sondern Ergebnisgleichheit.
Im Extremfall wollen sie sogar einfach nur das, was manche sich aufgebaut haben, zerstören, um dann eben so Ungleichheit abzubauen oder, noch extremer, die Gruppen, insbesondere weiße Männer, die früher angeblich alle anderen unterdrückt haben, jetzt im Gegenzug selbst unterdrücken, um so das früher zugefügte Unrecht wieder auszugleichen durch ein neues Unrecht, indem quasi die Waage auf diese Weise wieder ins Gleichgewicht gebracht wird, obschon das heute ja nicht die gleichen Männer sind, die früher Unrecht begingen, aber quasi ihre Nachfahren, denen die Erbsünde der Väter und Großväter anhaftet, einfach weil sie auch weiß und weil sie auch Männer sind. Neue Linke denken tatsächlich so, teilen die Menschen in solche Gruppen ein und ordnen nicht dem einzelnen Menschen, sondern den Gruppen Schuld und Verbrechen zu. Sie sind also, wenn man so will, astreine Rassisten.
Der Linke leidet also unter der natürlichen und gesellschaftlichen Ungleichheit, negiert die natürliche sogar und will möglichst viele Unterschiede abtragen. Der Rechte, der hier quasi realistischer ist, anerkannt natürliche Ungleichheiten, will diese manchmal aber auch noch verstärken und die, die unten sind, unten halten, was zu Ungerechtigkeiten und zu großen Spannungen in der Gesellschaft führen kann, im Extremfall zu Revolutionen oder Aufständen.
Branton Tarrants Weltbild ist nicht eindeutig zuzuordnen, es enthält Elemente aus verschiedenen politischen Strömungen
Nun zur Motivation von Branton Tarrant. Dieser sieht eine ganz große Bedrohung: den Untergang der weißen Europäer, nicht nur in Europa, sondern weltweit, auch in den USA, Australien, Neuseeland. Und zwar bedingt vor allem durch die faktisch tatsächlich gegebenen extrem unterschiedlichen Geburtenraten seit vielen Jahrzehnten, was übrigens durchaus keine Spinnerei ist. Insofern ist er sicherlich kein Linker, der an die Gleichheit (Gleichwertigkeit) aller Menschen und Kulturen glaubt. Er will quasi die eigene Kultur und Rasse schützen. Das ist eindeutig politisch rechts.
Dass etwas von Hierarchien innerhalb der Gesellschaft bei ihm vorkommt – das zweite Kriterium von politisch rechts – kann ich bisher nicht erkennen. Zugleich schwärmt er von China, einer kommunistischen Diktatur, also linksextrem. Und Branton Tarrant hat starke Anklänge an die grüne Öko-Bewegung.
Sein Weltbild enthält also Elemente aus mindestens drei Richtungen. Und sämtliche unkritischen Geister werden sich jetzt immer genau das bei ihm rauspicken, womit sie ihrem größten politischen Feind den schwarzen Peter hinschieben können. Das eigentliche Problem, ob und wie nämlich eine liberale, europäische Gesellschaft mit dem orientalischen, ganz und gar nicht liberalen Islam kompatibel sein kann und was zu tun ist, wenn nicht, wird kaum diskutiert werden.
Die Frage, die zu stellen ist, ist die nach dem politischen Weitblick und der politischen Verantwortung
„Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag“, hatte Helmut Schmidt 1981 auf einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gesagt. Damals gab es in Deutschland knapp 4,6 Millionen Ausländer (knapp 7 Prozent). 2017 waren es bereits über 10,6 Millionen (über 12,8 Prozent) und der Anteil steigt immer weiter. Rechnet man die Personen mit Migrationshintergrund hinzu, die über einen deutschen Pass verfügen, dann waren es 2017 bereits 19,3 Millionen (über 23,3 Prozent) Migrationshintergründler und auch dieser Anteil steigt immer weiter an.
Zu meinen, man könnte zig oder gar hunderte Millionen Menschen aus völlig fremden Kulturkreisen, die von der europäischen Moderne nichts kennen außer Smartphones, die mit Liberalismus, Rede- und Religionsfreiheit, inklusive der Freiheit von Religion, mit wissenschaftlichem Denken, Aufklärung, Emanzipation, mit Gleichberechtigung der Geschlechter, mit Trennung von Staat und Religion überhaupt nichts anfangen können, einfach mal so nach Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland umverpflanzen und das würde kein Abwehrkräfte und keine riesigen Reibungen zwischen den Alteingesessenen und den Eingewanderten heraufbeschwören, bei dem stellt sich die Frage, ob er in der Führung der Geschäfte der Gesellschaft nicht völlig deplatziert ist.
Dushan Wegner auf seinem Blog (Auszüge)
…Er sieht sich als »ethno-nationalistischer Öko-Faschist«, der eine »natürliche Ordnung« bewahren möchte – sagt er. Wir wissen nicht, wieviel davon ernst gemeint ist, und wie viel nur Provokation sein soll, doch macht es einen Unterschied?
Die Motivation des Täters, inklusive seiner Ökologie, scheint zuerst rassistisch zu sein. Er unterstützt, sagt er, jene, die eine Zukunft der »weißen Kinder« wünschen. Dass er Muslime ermordete, begründete er damit, dass jene angeblich mehr Babys bekommen und so die »weiße Rasse« verdrängen. Er hat dem Manifest den Titel »The Great Replacement« gegeben; das könnte eine Anspielung auf das Buch »Le Grand Remplacement« von Renaud Camus sein.
Der Täter hat Feuerwaffen gewählt, so das Manifest, weil diese eine besondere Wirkung auf die Debatte hätten. Selten war ein Anschlag so präzise auf mediale Wirkung hin konzipiert.
Der Frage-Antwort-Stil stellt Fragen, die ein Durchschnitts-Journalist stellen würde – und er gibt oft sarkastische Antworten, die mit linken und rechten Klischees spielen.
Viele Stellen wirken wie ironisches »Trolling« (Internet-Provokation), so etwa, wenn er behauptet eine schwarze US-Konservative hätte ihn radikalisiert, dass er den Friedensnobelpreis erwartet, wie ihn auch Nelson Mandela einst bekam. Er spricht von Morden an Politikern. Er sagt, was es braucht, um von einer fast nur noch auf Triggerwörter reagierenden Medienöffentlichkeit viral verbreitet zu werden.
Der Autor des Manifests stellt sich selbst die Frage, ob er Faschist sei, und antwortet dann hämisch, »Yes.«, und Journalisten würden lieben, dass endlich einer, den sie Faschist nennen, auch tatsächlich ein solcher sei.
Das Manifest bedient sich an Argumenten von beiden Seiten des politischen Spektrums (und bestätigt nebenbei die Hufeisentheorie). Die angegebenen Motivationen kombinieren Rassismus und Umweltschutz, explizit und wiederholt. Es heißt, dass die Umwelt von Überbevölkerung zerstört wird, und dass indem man die »Eindringlinge« tötet, man auch die Überbevölkerung »tötet« – und die Umwelt rettet.
Der Text sieht Trump als Symbol »weißer Identität«, sagt er, lehnt ihn aber ansonsten ab. Für Konservative, Demokratie und einiges andere hat man gleichermaßen Verachtung übrig (»There is no democratic solution«, et cetera).
In seiner verächtlichen Einstellung zur Demokratie ähnelt der Text durchaus einigen in Europa zu findenden Positionen, welche demokratische Debatten, parlamentarische Entscheidungswege und Rechtsweg durch charismatische Akklamation und gefühltes Recht ersetzen zu wollen scheinen.
Das Manifest beruft sich mehrfach auf den faschistischen Politiker Oswald Mosely; der Autor nennt sich selbst einen echten Faschisten. Der Autor hat sich in seinem eigenen Todeskult eingerichtet (»Accept Death, Embrace Infamy«).
Insgesamt wirkt das Manifest wie der Versuch, den Riss in der westlichen Gesellschaft weiter zu vergrößern. Die ersten Reaktionen zeigen, dass es ihm gelingen könnte. Das Stöckchen, das der Mörder in seiner Mischung aus Memes, Phrasen und perversem Sarkasmus den Linken und Medien hinhält, ist für manche viel zu verlockend.
Der Autor (oder: die Autoren) des Manifests haben Versatzstücke politischer Phrasen und Standpunkte (oft: »Memes«) zusammengetragen, explizit mit dem Ziel, Meinungslager gegeneinander aufzubringen.
Einigen Lesern des Manifests fiel auf, dass das Manifest stellenweise wie das linke Klischee eines »bösen Rechten« klingt, und doch wäre es absurd, ein »false flag« zu vermuten, dafür ist der Text zu zielgerichtet und enthält durchaus eigene Elemente. Wir haben es wohl mit dem Terror des Medienzeitalters zu tun; heute ist jeder seine eigene Presseabteilung, und nicht nur der IS weiß mit der Logik der Massenmedien und der Logik der Sozialen Medien zu »spielen«. Der Autor des Manifests gibt Medien die Zitate, nach denen ihnen dürstet. Manche Formulierungen sind sarkastisch, andere sind zwar irre, aber ihm wohl ernst, einige rassistisch, andere Formulierungen übernehmen Themen, die auch in »normalen« Kreise debattiert wird. Zusammen mit den fürchterlichen Bildern des Anschlags ist dieser Anschlag ein ganz neues Phänomen, das wir zwar verstehen können, aber kaum begreifen.
Der Autor des Phrasen-Manifests will die westliche Gesellschaft spalten. Er sagt quasi: »Nehmt diesen Bullshit und schlagt damit aufeinander ein, damit vollendet ihr meine Tat!« – Es ist zu befürchten, dass seine Mathematik aufgeht…“
Also noch einmal die Frage: Während die Angehörigen in Neuseeland die Opfer beklagen – wer profitiert jetzt von diesem Terror? Den Islamisten oder den Islam-Kritikern?
Und wenn man zu Recht fordert, die Möglichkeit zu unterbinden, dass sich solche rechtsradikalen Netzwerke, in denen Gewalt propagiert wird, überhaupt bilden können oder aktiv bleiben dürfen, warum fordert man nicht dann gleich auch den Verbot des Korans, der ja durchaus auch als Basis für das Netzwerk vieler Islam-Terroristen fungiert?
@jouwatch



