StartZARONEWS PresseAgenturTipps für Frauen: So heilen Sie Ihre Messerwunden

Tipps für Frauen: So heilen Sie Ihre Messerwunden

Die Aufregung im Netz ist mal wieder groß. Ein Zeitungsausschnitt macht die Runde. Er soll von der „Illu für die Frau“ stammen. Darin sind unter der Schlagzeile „Wie versorge ich eine Messerwunde“ Tipps aufgelistet. Der Anlass: „Immer mehr Messerattacken“.

Großartig, oder? Am besten ist der Tipp: „Niemals das Messer aus der Wunde entfernen, da sonst eine starke Blutung einsetzen könnte“. Als ob das nicht der Täter schon machen würde. Oder lässt man die Tatwaffe einfach so am Tatort zurück?

Dieser Artikel zeigt mal wieder die Hilflosigkeit der Medien im Umgang mit den vielen, vielen Messer-Attacken. Und statt das Übel bei der Wurzel zu packen, wird u.a. empfohlen den Notarzt zu rufen – wenn man denn, am Boden verblutend, dazu noch in der Lage ist.

Mit solchen Beiträgen werden die Frauen noch mal zu Opfern. Ein Skandal!

Kollege Cantaloop schreibt dazu auf P.I.NEWS:

Um einmal mehr die enorme Verdrehtheit unserer Republik zu erfassen, bedarf es in der Regel nur eines Blickes in unsere breitgefächerte Presse- und Medienlandschaft. Als ein Spiegel der Gesellschaft gewissermaßen. Seltener in den Fokus eines politischen Blogs rücken in der Tat sogenannte reine „Frauenzeitschriften“, wie die hier zitierte Ausgabe 4/2019 der „Illu der Frau“. Aber ausgerechnet ein in der Rubrik „Gesund und fit“ angesiedelter Text mit dem verheißungsvollen Titel: „Wie versorge ich eine Stichwunde“ verdient zweifellos unsere Aufmerksamkeit.

Von sinnvollen Tipps wie „niemals das Messer aus der Wunde entfernen“ bis hin zu Ratschlägen für den korrekten Verband und abschließender Wund-Desinfektion bleibt im Artikel nahezu keine Frage mehr offen. Da im sichersten Deutschland seit Menschengedenken die Möglichkeit von einem ominösen Messermann angegriffen und ernsthaft verletzt zu werden offenbar angestiegen ist, scheint es mittlerweile sogar „erlaubt“ zu sein, dies auch im Boulevard zu thematisieren. Aber selbstverständlich nur unter strengster Wahrung der politischen Korrektheit.

Weil laut unserer „Seehoferschen Kriminalstatistik“ die meisten Messerangriffe immer noch von Michael, Daniel und Andreas ausgeführt werden, bleibt es ja ein „innerdeutsches Problem“. Mit dem unsere virilen Neubürger aus Nahost, Afrika und der Türkei in der Regel nichts zu tun haben. Könnte man meinen.

Immerhin gelangen so nun auch „kultursensible Themen“ wie das oben genannte endlich in die Sichtweite derjenigen, die verstärkt die politischen Verursacher von solcherlei Messergewalt wählen. Nämlich den weiblichen und grün-links orientierten Mitgliedern unserer Gesellschaft. Möglicherweise ein erster, kleiner Schritt hin zu mehr Transparenz.

Kann sich irgendjemand daran erinnern, vor 2015 Ähnliches in einer Illustrierten gelesen zu haben? Wohl kaum! Somit haben wir eine weitere, spannende Adaption an die bundesrepublikanische Neuzeit.

@jouwatch

Quelle!:

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