Kiel – Das ausgesprochene Schleierverbot der Kieler Uni wird von der Konvertitin Katharina K. offenbar ignoriert. Die Muslima nimmt trotz Verbot – islamisch korrekt verhüllt – an Vorlesungen teil.
Der „Allgemeine Studierendenausschuss“ (Asta) teilt laut den Kieler Nachrichtenmit, dass die Muslima weiterhin voll verhüllt ihr Studium an der staatlichen Universität Kiel (CAU) fortsetze. Aus der Pressestelle der CAU hieß es: Nachdem das Präsidium die Verhüllung in Lehrveranstaltungen untersagt habe, sei die Studentin weder zu Lehrveranstaltungen noch zu einer Prüfung erschienen.
Dass Katharina K. an einer Prüfung nicht teilgenommen habe, stimme zwar. Ansonsten gehe der Uni-Alltag für sie aber „ganz normal“ weiter. Von den meisten Dozenten erfahre Katharina K. demnach sogar Unterstützung dafür, dass sie weiterhin mit einem Niqab erscheint, teilt indes Asta-Mitglied Marissa Zavazava mit.
Während die Uni-Leitung nach wie vor auf Unterstützung vom Land und auf verbindliche Regeln zum Schleierverbot durch eine entsprechende Änderung des Hochschulgesetzes hofft, hat die Muslima bereits angekündigt, auch vor das Bundesverfassungsgericht ziehen zu wollen, um ihr „Grundrecht“ einer Gesichtsverschleierung aus religiösen Gründen auch in Uni-Veranstaltungen einzuklagen. Bei ihrem Islamisierungsvorhaben wird die Konvertitin von der „Föderalen Islamischen Union“ – einem Verein mit Sitz in Hannover, der vom niedersächsische Verfassungsschutz beobachtet wird, unterstützt. (SB)
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