Köln – Drei Männer mit türkischem Migrationshintergrund sollen in nur fünf Monaten durch Manipulation von Rücknahmeautomaten fast eine halbe Million Euro ergaunert haben.
In der Getränkefirma von Kadir K. und Ümit P. sollen diese in Kumpanei mit Süleyman I. von Januar bis Ende Juni 2014 mit Scheinrechnungen für die Entsorgung von Flaschen und Dosen einen groß angelegten Pfandbetrug begangen haben. Da die Flaschen und Dosen beim Durchlaufen durch den Pfandautomaten nicht zerdrückt wurden, schoben die drei türkischen Gauner das Leergut immer wieder ein und rechneten mit der Deutschen Pfandgesellschaft in betrügerischer Weise ab. Ein lohnendes „Geschäft“ für die Türken, da es in der Regel pro Pfandflaschen 0,25 Cent gibt.
Vor dem Kölner Gericht gaben die drei Angeklagten am Donnerstag an, nur ihre Namen für den „Schwindel“ hergegeben zu haben. Auch die manipulierten Pfandautomaten hätten sie nie zu Gesicht bekommen. Und überhaupt: Das so erschwindelte Geld hätten sie ebenfalls nie bekommen. Der angebliche Drahtzieher soll sich laut der Bild-Zeitung in der Türkei aufhalten. Der Prozess ist auf 12 Verhandlungstage bis zum 3. Juli angesetzt. (SB)
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