Die Internationale Organisation für Migration (IOM) befürchtet ein schweres Bootsunglück im Mittelmeer mit möglicherweise bis zu 150 Toten.
Weitere 145 sind gerettet worden und auf dem Weg zur Küste Libyens, teilte die Organisation am Donnerstag auf Twitter mit. Die libysche Küstenwache bestätigte das angebliche Unglück zunächst nicht.
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und andere Hilfsorganisationen haben wiederholt gefordert, auf dem Meer Gerettete nicht nach Libyen zurückzuführen. Sie würden dort unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert.
Das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten für Menschen, die nach Europa kommen wollen. Beim Versuch, es zu überqueren, kamen dieses Jahr nach IOM-Angaben bereits mehr als 680 Menschen ums Leben. Mehr als 3700 seien aufgegriffen und in Internierungslager in Libyen gebracht worden. Der nordafrikanische Staat ist ein Transitland für Tausende von Migranten.
ai/dpa/rtr



