Im Landgericht Halle sitzt ein mutmaßlich 19-jähriger sogenannter Flüchtling aus Eritrea auf der Anklagebank. Dem psychisch Kranken wird u.a. vorgeworfen, in der Psychiatrie eine Mitpatientin vergewaltigt zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht ihm nun – die Psychiatrie.
In der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie in Halle-Neustadt soll der Eritreer laut Staatsanwaltschaft am 6. April das Zimmer einer Patientin betreten sich in ihr Bett gelegt und dort auf sie gewartet haben. Als die Mitte 50-Jährige zurückkam, soll er über sie hergefallen und sie vergewaltigt haben. Erst ein alarmierter Krankenpfleger konnte den an Psychose und Schizophrenie leidenden „Flüchtling“ von der Frau zerren.
Nur eine Woche später soll er einer anderen Mitbewohnerin eine Zigarette auf ihrer Hand ausgedrückt und ihr mitgeteilt haben, dass er „Sex“ mit ihr wolle.
Die Beweisaufnahme gestaltet sich schwierig, da das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer inzwischen verstorben ist. Der Beschuldigte wirkte laut MZ vor Gericht abwesend und konnte nicht einmal sein Geburtsdatum nennen. Er gab an, von einem Arzt zum Sex mit der Frau aufgefordert worden zu sein. Im Falle einer Verurteilung würde der Beschuldigte wieder in die Psychiatrie nach Uchtspringe eingewiesen, wo er jetzt bereits lebt. (MS)
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