Die Herren in Brüssel fühlen sich als Herrscher über Europa. So etwas nennt man auch Größenwahn. Ein ganz besonderes Prachtexemplar dieser Gattung scheint Herr Weber von der CSU zu sein:
Der Spitzenkandidat der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) für die Europawahl, Manfred Weber (CSU), hat seinen Anspruch auf eine mögliche Nachfolge von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker bekräftigt. „Wenn die EVP bei der Europawahl wieder zur stärksten Fraktion werden sollte, dann haben wir einen demokratisch legitimierten Führungsanspruch auf dem Kontinent“, sagte der CSU-Vize dem „Tagesspiegel“ (Sonntagsausgabe). Falls er die Europawahl gewinnen solle, aber die Staats- und Regierungschefs in der EU anschließend neben ihm einen anderen Kandidaten für die Nachfolge Junckers präsentieren sollten, werde es einen „Konflikt zwischen Europäischem Parlament und dem Rat der Staats- und Regierungschefs“ geben, warnte Weber.
Mal abgesehen davon, dass es sicherlich nicht schlecht ist, wenn Herr Juncker sein wohl verdientes Rentnerdasein in irgendeinem Weinkeller verbringen kann – was maßt sich Herr Weber eigentlich an, hier zu drohen?
Wehret den Anfängen, hier plant einer den ganz großen Coup um die Europäer ins Dunkel zu führen.
(Quelle: dts)



