Sachsens AfD hat ihren Führungsanspruch im Freistaat bekräftigt. Das Wahlprogramm werde helfen, den Vorsprung auf die CDU auszubauen, sagte Parteichef Jörg Urban am Samstag auf einem Parteitag in Lommatzsch.
Bei der Europawahl war die AfD in Sachsen am 26. Mai stärkste Kraft geworden und hatte wie schon bei der Bundestagswahl 2017 die CDU hinter sich gelassen. Nach den Worten von Urban soll es künftig nicht mehr möglich sein, Politik gegen die AfD zu machen.
„Wir wollen regieren und deshalb heißt unser Wahlprogramm auch Regierungsprogramm“, zitiert ihn die Deutsche Presse-Agentur.
Die gut 150 Delegierten beschlossen am frühen Samstagabend das rund 70 Seiten umfassende Wahlprogramm mit einer Gegenstimme. Es steht unter dem Motto „Trau Dich Sachsen“ und formuliert bekannte AfD-Positionen. „Wir lehnen Moscheebauten, besonders mit Minarett, ebenso ab wie die religiöse Gesichts- bzw. Vollverschleierung im öffentlichen Raum“, heißt es in der Präambel.
Islamunterricht an Sachsens Schulen soll es mit der AfD nicht geben. Das Programm sieht zudem 5000 Euro Begrüßungsgeld für Neugeborene vor. Urban sagte:
„In der Schule soll die Gemeinschaft von Vater, Mutter und Kind als erstrebenswertes Familienmodell vermittelt werden. Werbung für Homosexualität, Gender-Gaga und Frühsexualisierung haben in unseren Schulen nichts verloren.“
Sachsen wählt am 1. September einen neuen Landtag.



