StartZARONEWS PresseAgenturKirchenschließungen in NRW: Der Letzte macht das „Ewige Licht“ aus

Kirchenschließungen in NRW: Der Letzte macht das „Ewige Licht“ aus

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen laufen den Kirchen nicht nur in Scharen die Mitglieder davon – allein 90 000 im letzten Jahr (WR) – auch die Kirchengebäude dürften sich von ehemaligen Gotteshäusern in „Immobilien“ wandeln. Laut einer „schaurigen Prognose“ dürfte laut Domradio langfristig fast jede dritte Kirche in NRW leer stehen. In den schlimmsten Fällen drohe sogar der Abriss, schreibt die kirchliche Nachrichtenplattform. Das Projekt „Zukunft-Kirchen-Räume“ soll Gemeinden dabei helfen, die Kirchen zu erhalten.

Betroffen sind mehr als 2000 Kirchen, die in Nordrhein-Westfalen langfristig leer stehen. In einem Interview äußert Tim Rieniets (Professor an der Leibniz Universität und Projektinitiator „Zukunft-Kirchen-Räume“) die Befürchtung, dass viele Gemeinden noch gar nicht realisiert haben, was da auf sie zukommt. Seiner Meinung nach steht die große Welle der Kirchenschließungen noch bevor.

Wer ein wenig zwischen den Zeilen lesen kann, den sollten solche Sätze hellhörig machen. Auf die Frage, wie Kirchengebäude am besten weiter genutzt werden könnten, antwortete Rieniets:

„Wünschenswert wäre natürlich, wenn Kirchen das bleiben, was sie immer waren: Entweder Orte des Gottesdienstes oder zumindest Orte, wo Gemeindeleben oder im besten Fall Gemeinschaft praktiziert werden kann, wo man zu sich kommen kann und vielleicht mal einen Ort hat, an dem man aus dem Alltagsleben treten kann. Aber das sind natürlich fromme Wünsche.“

Bei der stetig wachsenden Zahl der Islamgläubigen könnte so sich so manche Kirche unter dem Halbmond wieder finden.

Hierzu passt eine Gebrauchsanweisung zur Kirchenschließung, die beinah ein wenig Symbolcharakter hat. In einer katholischen Kirche wird nämlich das Licht ausgemacht. Und zwar das „Ewige Licht“ danach ist dieser Ort „entweiht“ und damit symbolisch gesehen „dunkel“.

Zitat: „Wenn eine Kirche – oder ein anderer heiliger Ort – Weihe oder Segnung verliert, geschieht durch diese Profanierung das Gegenteil der (Kirch-)Weihe… Das kirchliche Gesetzbuch, der „Codex Iuris Canonici“ (CIC), beschreibt diese Verweltlichung von ursprünglich Heiligem: So muss im Abschiedsgottesdienst – dem (nach Möglichkeit) der Ortsbischof vorstehen sollte – das Allerheiligste aus der Kirche getragen und das Ewige Licht gelöscht werden.“

Demnach ist die Kirche nach der Entweihung kein „Heiliger Ort“ mehr… (KL)

@jouwatch

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