Berlin-Brandendburg – Nein. Das ist keine Fake-News, keine Satire, kein Witz. Unter dem Projektmotto: „Lieber schlau statt blau“ sollen sich Oberschüler der 9. Klasse im rot-rot-regierten Brandenburg zum betreuten Besaufen in der Oberschule Templin einfinden.
Die Oberschule Templin (Uckermark) hat rund 90 Schüler der 9. Klassen zum betreuten Alkohol-Trinken eingeladen. Dabei sollen die Jugendlichen unter Aufsicht bis zu 0,8 Liter Wein (oder 1,3 Liter Bier) wegkippen. Auch jene Jugendliche, die vorher noch nie einen Schluck Alkohol zu sich genommen haben. Das Projekt, das unter der rot-roten Brandenburger Regierung als „Sucht-Präventionsmaßnahme“ mit Steuergeld bezuschusst wird, trägt den schmissigen Titel „Lieber schlau statt blau“ .
Eltern glauben indes, im falschen Film zu sein. Eine Mutter eines Neuntklässlers sollte sogar unterschreiben, dass ihr 15-jähriger Sohn bis zu einen Liter Bier „unter Aufsicht“ trinken darf, berichtet unter anderem die Bild-Zeitung. Die Mutter lehnte hoch empört ab. „Erst sollen wir unsere Kinder über die Schäden, die Alkohol und Drogen verursachen, aufklären. Und jetzt wird ihnen schon in der Schule der Alkohol von den Lehrern angeboten.“ Die Rechtslage: Wer Jugendlichen unter 16 ohne Einverständnis der Eltern Alkohol verabreicht, wird hart bestraft.

Die Schulleiterin Barbara Liedtke verteidigt das Projekt, obwohl sie ihrem eigenen 16-jährigen Kind den Konsum von einem Liter Bier nicht erlauben würde: Es ja nicht ums Besaufen, sondern ums Beobachten der Folgen. Schüler, die sich rühmen, dass ihnen Alkohol nichts ausmacht, sollen erleben, dass sie doch nicht so stark sind.“ Wie viele Schulen mitmachen und wie viel Steuergeld in dem nur noch als wahnsinnig zu bezeichneten Projekt versenkt wird, verrieten Brandenburgs Bildungs- und Gesundheitsministerien auf B.Z.-Anfrage nicht. (SB)
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