StartPolitikEuropa12 Millionen Euro falsch verwendet? Scheuer „klaut“ Radfahrern Steuergelder

12 Millionen Euro falsch verwendet? Scheuer „klaut“ Radfahrern Steuergelder

Einst erklärte sich Bundesverkehrsminister Scheuer zum „Fahrradminister“ und versprach Millionen-Investitionen in den Ausbau von Radwegen. Nun wurde bekannt, dass dafür bereitgestellte Steuergelder erst nicht abgerufen und nun sogar an komplett anderer Stelle verwendet wurden: In den Ausbau von Bundesstraßen und den Kauf von Autos.

Es waren Ankündigungen, die Radfahrern in Deutschland Mut gemacht haben: Im vergangenen Jahr verkündete Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, dass rund 200 Millionen Euro an Investitionen für den Radverkehr über die nächsten Jahre bereitgestellt würden. Doch obwohl sich der CSU-Politiker gerne öffentlichkeitswirksam auf dem Fahrrad fahrend filmen lässt und seine Medienkampagne zur Helmpflicht für große Aufmerksamkeit sorgte, sieht es hinter den Kulissen anscheinend ganz anders aus.

Der Minister hat vergangenes Jahr zwölf Millionen Euro, die für den Bau von Radwegen gedacht waren, stattdessen für Bundesstraßen und den Kauf dazugehöriger Autos genutzt. Das geht aus einem Schreiben seines Ministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, aus dem der „Tagesspiegel“ zitiert.

Versprechen gebrochen …

Doch damit nicht genug, um Investitionen in die Fahrradinfrastruktur steht es generell mehr als schlecht. Inzwischen kommt es zu einem Stau der Fördergelder für den Ausbau des Radverkehrs: 25 Millionen Euro stehen eigentlich jedes Jahr für den Ausbau der Radschnellwege zur Verfügung. Doch die Unterlagen aus dem Haushaltsausschuss zeigen laut den Medienberichten, dass aus diesen Rücklagen im Jahr 2018 kein einziger Euro angetastet wurde. Stattdessen standen 2019 dann bereits 50 Millionen zur Verfügung, die aber ebenfalls nicht ausgegeben wurden.

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