Laut einer aktuellen Erhebung im Auftrag des „profil“-Magazins tritt die Mehrheit der Österreicher gegen eine Aufnahme von Schutzbedürftigen aus Afghanistan auf.Nach Ergebnissen der Umfrage sprachen sich 54 Prozent der Österreicher gegen die Aufnahme gefährdeter Afghanen aus, wobei 36 Prozent der Befragten „ganz sicher“ dagegen waren. 38 Prozent wollten hingegen Menschen aus Afghanistan Schutz gewähren, 15 Prozent von ihnen hielten dies für „unbedingt“ notwendig.
Die Einstellung gegenüber der Flüchtlingsaufnahme variiert deutlich nach Parteienpräferenzen. Demnach befürworteten die Aufnahme besonders gefährdeter Personen etwa 63 Prozent der SPÖ-Anhänger, aber nur 26 Prozent der ÖVP-Wähler sowie acht Prozent der FPÖ-Sympathisanten.Die Ergebnisse der Umfrage geben der Position des österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz in der Flüchtlingsfrage recht, der am vergangenen Sonntag die freiwillige Aufnahme von weiteren Afghanen abgelehnt hatte. Die Aufnahme wurde hingegen von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich unterstützt.
Insgesamt wurden 500 Österreicher ab 16 Jahre zwischen dem 23. und 26. August durch Meinungsforscher aus Unique Research befragt. Die Schwankungsbreite beträgt vier Prozent.



