StartPolitikEuropaEsken will erneut als SPD-Vorsitzende kandidieren – Zeitung

Esken will erneut als SPD-Vorsitzende kandidieren – Zeitung

Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken, die als mögliche Ministerin in einer Ampel-Regierung gehandelt worden war, will offenbar erneut für die Parteispitze kandidieren. Darüber berichtetet die „Süddeutsche Zeitung“ am Donnerstag.Die 60-Jährige tendiere „klar“ dazu, auf dem Parteitag im Dezember erneut als Vorsitzende anzutreten.Der Co-Vorsitzende neben Esken, Norbert Walter-Borjans, hatte vergangene Woche seinen Rückzug vom Vorsitz erklärt, mit der Begründung, er wolle Platz für Jüngere machen.Bislang war Esken auch als mögliche Ministerin in einer Ampel-Regierung gehandelt worden.

Am Sonntag hatte der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich sich für das Modell der Trennung von Parteivorsitz und einem Regierungsamt ausgesprochen. Schließlich habe die losgelöste Doppelspitze aus Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans in den vergangenen zwei Jahren gut bewiesen, dass der Ansatz funktioniere, sagte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Letztlich habe Esken, als sie vor zwei Jahren angetreten sei, eben auch auf diese Eigenständigkeit gepocht, betonte er.Mützenich sagte außerdem, er gehe weiterhin davon aus, dass auch die zukünftige SPD von einer Doppelspitze geführt werde.

Inzwischen hat der geschäftsführende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil seine Absicht bekannt gegeben, für den Posten des stellvertretenden Bundesvorsitzenden zu kandidieren. „Ich werde erneut als stellvertretender Parteivorsitzender der SPD kandidieren und bin dankbar, dass mein Bezirk mich dafür nominiert hat“, sagte Heil gegenüber der „Rheinischen Post“.Zudem unterstützte er eine Kandidatur von Generalsekretär Lars Klingbeil für den SPD-Vorsitz. „Ich würde mich sehr freuen, wenn Lars Klingbeil als einer von zwei Parteivorsitzenden antritt. Er wäre eine ausgezeichnete Wahl für diese wichtige Aufgabe“, so Heil.Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters gilt eine Kandidatur Klingbeils für die Doppelspitze als gesetzt. Bei der Parteivorsitzenden sei auch der Name von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin, Manuela Schwesig, gehandelt worden.Die SPD wird ihre Parteispitze bei ihrem Parteitag im Dezember wählen.

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