SPD-Chef Norbert Walter-Borjans will am 11. Dezember auf dem Parteitag nicht mehr für das Amt des Parteivorsitzenden kandidieren. Das bestätigte der Politiker gegenüber der Zeitung „Rheinische Post“.„Für mich war mit dem Vorsitz von vornherein keine weitere Karriereplanung verbunden, sondern das Ziel, die Partei auf Kurs zu bringen“, sagte Walter-Borjans gegenüber dem Blatt.„Mit dieser Mission bin ich so weit gekommen, dass ich sagen kann: Jetzt sollen mal Jüngere ran.“Der Politiker habe aus diesem Grund den Vorstand seines nordrhein-westfälischen Landesverbandes gebeten, auf seine erneute Nominierung zu verzichten.
Ferner sagte Walter-Borjans, er gehe mit dem „gutem Gefühl, zwei Jahre die SPD mitgeprägt zu haben“.„Wir haben in dieser Zeit gezeigt, dass wir zusammenhalten und mit sozialdemokratischer Politik erfolgreich sein können. Wir sind nach vielen Jahren wieder die führende Größe in der deutschen Politik.“
Der 1952 geborene Norbert Walter-Borjans ist seit dem 6. Dezember 2019 Bundesvorsitzender der SPD und bildet zusammen mit Saskia Esken die Doppelspitze der Partei.Bei der Bundestagswahl war die SPD mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Die Union fuhr mit 24,1 Prozent ein historisch schlechtes Ergebnis ein.
Scholz will nicht erneut für SPD-Vorsitz kandidieren
Nach der Ankündigung von Walter-Borjans erfuhr die Zeitung „Rheinische Post“, dass sich Kanzlerkandidat Olaf Scholz derweil nicht erneut um den SPD-Parteivorsitz bewerben wolle. Bei einer erfolgreichen Bildung einer Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP wolle er sich voll und ganz auf seine Aufgaben als Kanzler konzentrieren, hieß es laut dem Blatt aus gut informierten Kreisen.
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