StartPolitikEuropaRicarda Lang und Omid Nouripour wollen neue Grünen-Chefs werden – Medienberichte

Ricarda Lang und Omid Nouripour wollen neue Grünen-Chefs werden – Medienberichte

Wenn die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck in der neuen Regierung Ministerposten bekommen, müssen sie dann die Parteiführung anderen überlassen, denn Ämterhäufung ist bei den Grünen unerwünscht. Nach FAZ-Informationen wollen sich auf dem Parteitag im Januar Ricarda Lang und Omid Nouripour zur Wahl stellen.Bisher war es kein Geheimnis,dass der Grüne Robert Habeck mit FDP-Chef Christian Lindner um das Finanzministerium kämpfen. Dazu kommt noch das Außenministerium, das den Grünen als dem zweitgrößten Koalitionspartner zugewiesen werden könnte, mit Habeck oder Annalena Baerbock an der Spitze. Dazu kommen noch Ambitionen Baerbocks als Klimaministerin – so oder so dürften die beiden also ins Ministerkabinett einsteigen.Doch: Sollte das passieren, so müsstendie Grünen neue Vorsitzende wählen, denn Mitglieder des Bundesvorstands dürfen nach der Satzung der Partei nicht zugleich Bundesminister sein. Der nächste Parteitag findet im Januar statt, und schon wollen sich nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen“ Ricarda Lang, jetzt die stellvertretende Parteichefin, und Omid Nouripour, der Außenpolitik-Experteder Grünen im Bundestag, zur Wahl stellen. Zuvor hatte die „Zeit“ ähnlich berichtet.

Die 27-Jährige Lang war bis 2019 Sprecherin der Grünen Jugend. Bei der Bundestagswahl 2021 verpasste sie das Direktmandat, zog jedoch über die Landesliste zum ersten Mal in den Bundestag ein. Sie positioniert sich offen als bisexuell und ist Mitglied der Gewerkschaft „Verdi“Zu ihren politischen Schwerpunkten gehören Bildungs- und Hochschulpolitik sowie Feminismus und „Body Positivity“.

Fridays For Future: Segen oder Fluch?

Ihr Trumpf dürfte aber auch die Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ sein, denn ein großer Teil der Neueintritte in die Partei ist in den letzten Jahren auf die Bewegung zurückzuführen. Schon jetzt üben die jungen Grünen-Mitglieder, wie etwa die „Fridays for Future“-Sprecherin Luisa Neubauer, bei den Koalitionsverhandlungen Druck auf die Grünen-Spitzeaus.

Die Grüne Jugend erwartet von der Eltern-Partei radikalere Klima-Maßnahmen, während die Grünen-Spitze Kompromisse eingehen muss. Experten prophezeien also auf diesem Boden Widersprüche und Streitpunkte innerhalb der Partei. Ob Ricarda Lang als junge Politikerin sie mildern könnte?

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Ricarda Lang

@Ricarda_Lang


Mehr kann man auch wirklich nicht erwarten.

Endlich Diversität?

Auf der anderen Seite steht der 46-jährige Nouripour, der schon seit 2006 im Bundestag sitzt. Damals war er als Nachrücker von Joschka Fischer in das deutsche Parlament gezogen und war zuletzt außenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Mit dem in Teheran geborenen Muslim, schreibt die FAZ, würden die Grünen auch den Vorwurf entkräften, zwar ständig über Diversität zu sprechen, sie aber selbst nicht zu praktizieren.Ob die beiden tatsächlich neue Grünen-Chefs werden, wird allerdings erst die Zeit zeigen. Es könnte sein, dass später weitereBewerber um die Parteiführung auftauchen.

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