StartPolitikEuropa„Üble Stimmungsmache und Skandal“: Wagenknecht kritisiert Spahns „Pandemie der Ungeimpften“

„Üble Stimmungsmache und Skandal“: Wagenknecht kritisiert Spahns „Pandemie der Ungeimpften“

Von einem „Skandal“ hat die Linken-Spitzenpolitikerin Sahra Wagenknecht gesprochen, und hat damit den Umgang des Bundesgesundheitsministeriums mit den Daten über „Impfdurchbrüche“ gemeint. Sie wirft dem Ministerium vor, dass es sich weigere die Zahlen auf Wochenbasis zu veröffentlichen. Auch lehnt sie den Begriff „Pandemie der Ungeimpften“ ab.Aktuelle und korrekte Zahlen zum Anstieg der Impfdurchbrüche werden nicht veröffentlicht, kritisirte die Linken-Spitzenpolitikerin Sahra Wagenknecht das Bundesgesundheitsministerium unter Jens Spahn (CDU) scharf. Darüber berichtete am Dienstag unter anderen die „Berliner Zeitung“. Bei einem Impfdurchbruch infiziert sich ein Geimpfter trotz Impfschutz mit dem Coronavirus Sars-Cov-2.Von Mitte September bis Mitte Oktober sei offenbar die Anzahl der Impfdurchbrüche bei intensivmedizinisch behandelten Covid-Erkrankten von zuvor 10 Prozent auf 29 Prozent angestiegen. Über diesen Hintergrund berichtete das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Das Gesundheitsministerium begründe dieses Wachstum mit einem „rein statistischen Effekt“, der durch eine methodische Umstellung seitens des Robert-Koch-Instituts verursacht worden sein soll.Demnach waren wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus verbrachte Patienten, deren Impfstatus unbekannt war, als ungeimpft registriert worden. Dies bedeute, dass der Anteil der Impfdurchbrüche in dem genannten Zeitabschnitt weitaus höher gelegen haben muss.

Wagenknecht wirft dem Ministerium vor, dass es sich weigere „die noch aktuelleren Zahlen auf Wochenbasis zu veröffentlichen“. Die Bundestagsabgeordnete sprach laut Medien von „einem Skandal“ gesprochen haben, weil die wöchentlichen Daten über Impfdurchbrüche dem Ministerium aufgrund von detaillierten Informationen über „Impfeffektivität“ aus dem wöchentlichen Lagebericht des RKI bekannt sein müssten.

Die Linke-Politikerin gehe offenbar davon aus, dass der Anteil der Impfdurchbrüche auch in den kommenden Wochen steigen werde. Daher würde der „überwiegende Teil“ der Erkrankungen durch Infektionen von vollständig Geimpften stattfinden und eben nicht durch ungeimpfte Menschen vorangetrieben, wie häufig immer wieder behauptet wird.Den von Spahn verwendeten Begriff „Pandemie der Ungeimpften“ hält sie dem RND zufolge für „üble Stimmungsmache“.

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