Berlin – Ein Feiertag wie zu DDR-Zeiten. Mit ihrer Stimmenmehrheit hat die rot-rotgrüne Regierung von Berlin den „Internationalen Frauentag“ zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Ohne die „Meinung der Bevölkerung“ zu berücksichtigen, meint der Berliner Erzbischof Koch und kritisiert darüber hinaus laut einem Bericht des Domradios mangelnde inhaltliche Vorbereitung
„Ich habe noch nie erlebt, dass erst feststeht, dass es einen neuen staatlichen Feiertag geben wird, und man danach überlegt, was man an diesem Tag denn eigentlich feiern oder bedenken will“, sagte Koch am Samstag im „Wort des Bischofs“ im Sender rbb.
Nach Meinung des Erzbischofs hätten sich die meisten Berliner in Umfragen „für das Reformationsfest oder den 9. November mit seinen so bedeutsamen und für uns alle wichtigen Erinnerungsinhalten“ als zusätzlichen Feiertag ausgesprochen. Davon habe sich das rot-rot-grüne Regierungsbündnis aber nicht beeindrucken lassen.
„So viel Basisdemokratie scheint wohl doch nicht gefragt, wenn sie gegen das eigene Wählerpotenzial steht.“ sagte Koch und verwies darauf, dass die Linken auf gar keinen Fall einen „christlich begründeter Feiertag“ haben wollten. Dennoch hält auch er es für eine wichtige Aufgaben auch der Christen sich für Frauen einzusetzen. Aber „Das müsse aber auch für Frauen gelten, die sich für eine Lebensweise entscheiden, die der Mainstream eher als altmodisch ansehe. Die Renten etwa für Frauen, die ihre Berufslaufbahn unterbrechen, um für ihre Kinder zu sorgen, seien „eine einzige Ausbeutung und Diskriminierung“.
Im Berliner Abgeordnetenhaus hatte das Linksbündnis mit 87 zu 60 Stimmen Ende Januar den neuen Feiertag im Eilverfahren durchgepeitscht. An nächsten Freitag wird der Feiertag bereits erstmals begangen. Wahrscheinlich haben sich viele Berliner nie Gedanken um den „Internationalen Frauentag“ gemacht. Er geht auf die deutsche Sozialistin Clara Zetkin zurück, die ihn auf der zweiten internationalen sozialistischen Frauenkonferenz 1910 ins Gespräch brachte. Gesetzlicher Feiertag wurde der 8. März fast ausschließlich in sozialistischen oder ehemaligen sozialistischen Ländern, unter anderem Nord-Korea, Kambodscha, Vietnam, Russland und China. Bemerkenswert ist das Berlin nun in der von Wikipedia gemachten Aufzählung zwischen Aserbaidschan und Burkina Faso steht. Eigentlich ein schöner Platz, denn inzwischen herrschen ja in manchen Stadtteilen von Berlin dank Rot-Rot-Grün Zustände in einem Schwellenland. Wenn in Hinterhöfen Frauen geprügelt, zwangsverheiratet oder verstümmelt werden, hilft ein Frauentag auch nicht weiter. Aber vielleicht ein Regierungswechsel. (KL)
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