StartZARONEWS PresseAgenturAnton Hofreiter: Findet den grünen Affen!/Satire

Anton Hofreiter: Findet den grünen Affen!/Satire

Gemeinhin sagt man, daß der Mensch vom Affen abstamme. Was man vom Menschen nicht mehr sagen darf, nämlich, daß es verschiedene Arten und eine unterschiedliche Intelligenzverteilung gebe, – vom Affen darf man´s noch behaupten. Es gibt überhaupt vielerlei Unterschiede zwischen Orang Utans, Bonobos, Gorillas, Schimpansen, Berberaffen und Pavianen. Aber sei´s drum. Wenn auch der Grüne vom Affen abstammt, so habe ich den Verdacht, ist die dümmste Affenart noch gar nicht entdeckt worden. Wie ich darauf komme? – Na ja, Anton Hofreiter (A.H.) hat dem Deutschlandfunk ein Interview gegeben.

Christof Heinemann sprach im Deutschlandfunk ein paar einführende Worte zum Thema „Fridays For Future“, um dann A.H. per Telefon zu der Frage zu interviewen, was das Wort „Schulpflicht“ bedeutet. Wie man umgangssprachlich sagt, machte sich Hofreiter prompt „zum Affen“. Und zwar derartig, daß mein Verdacht, die dümmste Affenart könne womöglich noch gar nicht entdeckt worden sein, sehr verständlich wirkt. Von den meisten Antworten Hofreiters habe ich nur den Anfang genommen, weil das ausreicht, um zu verdeutlichen, worum es geht. Das Best Of …

Heinemann: Herr Hofreiter, was bedeutet Schulpflicht?

Hofreiter: Ich glaube, dass das eine klassische Debatte ist, um abzulenken, um diese jungen Menschen klein zu machen, um ihr Anliegen nicht ernst zu nehmen.

Wenn es eine unentdeckte, dümmste Affenart gibt, dann scheint sie sehr mißtrauisch zu sein. Vielleicht ist sie deswegen noch nicht entdeckt worden.

Heinemann: Herr Hofreiter, was bedeutet Schulpflicht?

Hofreiter: Wie gesagt! Ich sagte bereits: Das ist diese klassische Debatte, um diese jungen Menschen nicht ernst zu nehmen, um diese Menschen klein zu machen, um von den wirklichen Problemen abzulenken, um den Leuten ihre Zukunft wegzunehmen, um nicht darüber diskutieren zu müssen, dass wir deren Zukunft zerstören.

Wir müssten also im Urwald oder sonstwo nach einer Affenart suchen, die nicht nur mißtrauisch ist, sondern auch noch schwer von Begriff.

Heinemann: Herr Hofreiter, wieso können Sie diese ganz einfache Frage nicht beantworten? Was bedeutet Schulpflicht?

Hofreiter: Ich könnte Ihnen diese Frage beantworten. Aber es geht diesen jungen Menschen nicht um die Schulpflicht, sondern es geht diesen jungen Menschen um die Problematik, dass wir, wir, die wir in Verantwortung stehen, und die Bundesregierung, ihnen ihre Zukunft wegnehmen. Und ich bin mir sicher, dass diese jungen Menschengemeinsam mit ihren Eltern und mit den Schulleitern eine gute Regelung dafür finden werden.

Das wäre dann also eine Affenart, die sowohl mißtrauisch ist, schwer von Begriff, und sich weder mit einer noch mit drei Bananen aus dem Versteck locken läßt.

Heinemann: Sie können die Frage offenbar nicht beantworten. Wie sollen Schulen reagieren, wenn Schülerinnen und Schüler freitags demonstrieren?

Hofreiter: Ich finde das wunderbar, dass diese jungen Menschen über die Klimakrise sprechen wollen, sie allerdings erkennbar auch keine Lust haben, über diese Klimakrise zu sprechen, auch keine Lust haben, über die Zukunft dieser jungen Menschen zu sprechen, sondern diese Infantilisierungsmuster mitmachen. Ich finde das hoch problematisch. Ich finde diese Art der Debatte hoch problematisch, weil nämlich das andeutet, man nimmt diese Menschen nicht ernst.

Warum der Hofreiter wohl statt „Schüler“ immer „junge Menschen“ sagt? Weil für Schüler womöglich die Schulpflicht gelten könnte? Die gesuchte Affenart wäre dann mißtrauisch, schwer von Begriff, nicht mir vier Bananen aus dem Busch zu locken und außerdem auch noch verschlagen und hinterlistig.

Heinemann: Wieso können sich Lehrerinnen und Lehrer, die die Schulordnung aufrecht erhalten wollen, nicht auf die Grünen verlassen?

Hofreiter: Wie gesagt, Sie machen es jetzt zum vierten Mal. Den jungen Menschen geht es um die Klimakrise. Ihnen geht es nicht um die Klimakrise. Ihnen geht es darum, diese jungen Menschen mit zu infantilisieren, und Sie unterstellen mir hier einfach schlichtweg Sachen.

Forscher müssten also eine Suchexpedition nach mißtrauischen Affen starten, die schwer von Begriff -, nicht mit egal welcher Anzahl Bananen aus dem Busch zu locken sind, verschlagen und hinterlistig agieren und sich nicht vorstellen können, daß andere Affen durchaus an mehr als nur einem einzigen Sachverhalt interessiert sein könnten und sich womöglich deswegen haben noch nicht entdecken lassen, weil sie befürchten, daß man ihnen Sachen unterstellt, die sie selbst nicht erkennen können.

Heinemann: Herr Hofreiter, Sie haben jetzt auch diese Frage nicht beantwortet. Wie sollen Lehrerinnen und Lehrer denn reagieren, wenn Schülerinnen und Schüler heute unentschuldigt fehlen? Ich drücke es noch mal etwas einfacher aus.

Hofreiter: Wie gesagt, wir werden da nicht zusammenkommen. Nämlich ich möchte über die Klimakrise sprechen. Sie möchten diese jungen Menschen darauf reduzieren, ob sie in die Schule gehen oder nicht. Kluge Schüler haben mal gesagt, die Lokführer streiken ja auch nicht während ihrer Freizeit.

Man müsste wirklich nach einer saudummen Affenart suchen, um das jetzt abzukürzen. Der Hofreiter merkt nicht, daß ein Interview etwas ist, bei dem man über die Dinge spricht, die gefragt worden sind. Außerdem glaubt er, daß schulpflichtige Menschen dasselbe sind wie lokführende Menschen. Obwohl es eine Schulpflicht gibt und eine Lokführpflicht nicht. Es muß diese unentdeckte Affenart geben.

Heinemann: Herr Hofreiter, entschuldigen Sie bitte! Ich hatte Sie nach Lehrerinnen und Lehrern gefragt. Wie sollen die reagieren, wenn Schülerinnen und Schüler heute oder an Fridays for Future nicht zum Unterricht erscheinen?

Hofreiter: Lehrerinnen und Lehrer sollen schlichtweg vernünftig mit ihren Schülerinnen und Schülern darüber reden, was sie unternehmen können, damit die jetzt herrschenden Menschen nicht ihre Zukunft zerstören.

Der Grüne ist absolut verstockt. Und er glaubt tatsächlich, daß man mit Schülern, die am Freitag wegen des Klimawandels gegen ihre eigene Bildung streiken, vernünftig reden könnte. Wahrscheinlich glaubt er auch, daß Panzer fliegen können.

Heinemann: Wieso kann man nicht samstags für die Zukunft demonstrieren?

Hofreiter: Das haben die Schülerinnen und Schüler selbstbewusst so entschieden, dass sie am Freitag auf die Straße gehen.

Und wenn sich Minderjährige selbstbewußt für einen Verstoß gegen die Schulpflicht entscheiden, dann werden sich arme Volljährige wohl auch selbstbewußt gegen das Eigentumsrecht anderer Leute entscheiden dürfen und einen Einbruch begehen dürfen, um etwas gegen eine Zukunft in der Armut zu unternehmen. Die soziale Gerechtigkeit ist durch die Armut schließlich mindestens so bedroht wie das Klima durch den Wandel.

Heinemann: Was würde sich denn ändern, wenn Samstags fürs Klima demonstriert würde?

Hofreiter: Wahrscheinlich wäre die Aufmerksamkeit etwas geringer, wenn samstags für das Klima diskutiert werden würde.

Für das Klima diskutieren, yeah! Am besten wäre, das Klima diskutiert mit.

Heinemann: Warum?

Hofreiter: Weil nämlich die Aufmerksamkeit unter anderem auch deshalb so groß ist, weil die Schüler während ihrer Schulzeit gehen und sagen, wenn ihr so weitermacht, macht es wenig Sinn, dass ich in die Schule gehe, weil nämlich die nächsten 20, 30 Jahre die Ökosysteme in so große Probleme kommen, dass meine Zukunft kaputt geht.

Und wenn sie falsch liegen, wofür es nicht nur nach Waldsterben, Ozonloch und Polkappenschmelze samt „Eisbeerensterben“ (Plakat bei „Fridays For Future“) Indizien gibt, stehen sie in 20,30 Jahren mitten in den intakten Ökosystemen die ganze Woche so dumm da, wie heute nur am Freitag auf der Straße. Die zu entdeckende Dummaffenart zockt auch gern.

Heinemann: Herr Hofreiter, sollten Jugendliche nur dann die Schule besuchen, wenn sie gerade nichts Besseres zu tun haben?

Hofreiter: Das ist, wie gesagt, auch diese klassische Argumentation, an der man erkennen kann, dass man die Jugendlichen nicht ernst nimmt. Nämlich die streiken für etwas, wo es um was Existenzielles geht, nämlich deren Chance, überhaupt ein vernünftiges Leben zu haben. Das ist der entscheidende Punkt.

Außer Hofreiter glaubt wahrscheinlich niemand, daß er etwas Vernünftiges erkennen kann, wenn er es sieht.

Heinemann: Würden Sie das denn auch für andere Zwecke genehmigen? Das heißt, wenn jetzt Jugendliche sagen würden, wir wollen gegen Zuwanderung oder gegen die Europäische Union auf die Straße gehen?

Hofreiter: Ich habe das nicht genehmigt.

Das stimmt. Er befürwortet es nur. Oder auch nicht. Je nachdem, wie wir gleich sehen werden.

Heinemann: Heiligt der Zweck auch dieses Mittel?

Hofreiter: Ich habe das nicht genehmigt. Ich habe gesagt, dass die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Schulleiter eine vernünftige Regelung miteinander finden werden. Was ich gesagt habe ist, dass nicht der entscheidende Punkt hier die Schulpflicht ist, sondern der entscheidende Punkt ist, dass diese jungen Menschendarauf aufmerksam machen, dass die momentan herrschende Politik ihnen ihre Zukunft kaputt machen wollen. Und anstatt diese ganz zentrale Frage zu diskutieren, wollen möglichst viele eine Ablenkungsdiskussion führen über die Schulpflicht ja oder nein, um sich nicht dieser unangenehmen Wahrheit, die diese jungen Menschenaussprechen, zu stellen.

Nein, es gibt Vernünftige, die bereits genau wissen, daß die dummen Schüler überhaupt keine Wahrheit aussprechen. Weder eine unangenehme noch eine angenehme. Deshalb wollen sie über die Schulpflicht reden. Der Hofreiter kann das aber nicht begreifen.

Heinemann: Herr Hofreiter, würden Sie denn auch Demonstrationen von Schülerinnen und Schülern während der Schulzeit befürworten, die ganz andere Ziele zum Inhalt hätten, zum Beispiel gegen Zuwanderung oder gegen die Europäische Union?

Hofreiter: Ich habe Ihnen bereits gesagt, dass ich das nicht befürworte.

Das heißt, daß der Hofreiter die Befürwortung nicht von der Genehmigung unterscheiden kann.

Heinemann: Sie befürworten die Demonstrationen Fridays for Future nicht? Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Hofreiter: Ich befürworte die Demonstrationen.

Und wenn er auch heute Hofreiter heißt, so heißt er morgen dennoch Reithofer.

Heinemann: Ja was denn jetzt?

Hofreiter: Es ist ja wirklich amüsant, wie wir uns hier im Kreis drehen.

Das dachte ich mir, daß ihm Karussellfahren Spaß macht.

Zu entdecken wäre also eine Affenart, die schwer von Begriff ist, nicht mit Bananen aus dem Versteck zu locken ist, keine zwei Dinge voneinander unterscheiden kann, sich beim Wasserlassen vermutlich auf die Füße pinkelt und im grünen Urwald deswegen noch nicht entdeckt wurde, weil sie selbst grün ist. Die Suchexpedition nach der bislang unentdeckten Affenart müsste laufen unter „Mission Grüner Brunzdepp-Affe“. Soll keiner mehr sagen, der Hofreiter wirke nicht inspririerend.

@○jouwatch

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