StartPolitikEuropaArbeiter-Samariter-Bund: AfD-Mitarbeiter dürfen kein Menschenleben retten?

Arbeiter-Samariter-Bund: AfD-Mitarbeiter dürfen kein Menschenleben retten?

Berlin – Der aktuell wegen Sozialbetrug in der Kritik stehende Arbeiter-Samariter-Bund Berlin-Nordost hat den Mitarbeitern der AfD-Fraktion im Bundestag einen Erste-Hilfe-Kurs verweigert. Sie dürfen kein Menschenleben retten, so scheinbar die Devise der „Hilfsorganisation“.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) wirbt unter dem Motto „Wir helfen hier und jetzt“ und versteht sich als freiwillige Hilfsorganisation laut Selbstdarstellung„unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden“. Wie wenig auf diese Aussage eines Wohlfahrtsverbands gegeben werden kann, zeigt aktuell dessen Abteilung Berlin-Nordost. Diese will selbst die Mitarbeitern der AfD-Fraktion im Bundestag nicht in der einen Ersten-Hilfe ausbilden – frei nach dem Motto, lieber tot als von einem AfD-Mitglied eine Herzmassage bekommen.

Knut Fleckenstein: SPD-Politiker und Chef des ASB

Dies geschehe auf „Anweisung unserer Geschäftsführung“ so der ASB. In der Geschäftsführung sitzt Knut Fleckenstein, seines Zeichens SPD-Politiker und aktuell für seine Partei im EU-Parlament tätig. SPD-Mann Flecksteins tut kund: „Der alte und neue Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein hat zum Ausdruck gebracht, dass aus seiner Sicht die Positionen der AfD mit den Werten, die der ASB seit seinem Bestehen vertritt und die zudem in seiner Satzung verankert sind, nicht vereinbar sind. Dem haben sich alle Mitglieder des Bundesverbandes sowie alle Delegierten der einzelnen Landes- und Regionalgliederungen angeschlossen.”

Für die AfD sei die Absage nicht weniger als ein Affront, so der Nordkurier. Auf diese Weise werde „die politische Auseinandersetzung aus dem Parlament in das Leben unserer Mitarbeiter hineingetragen”, beklagt die Mecklenburg-Vorpommern AfD-Abgeordnete Ulrike Schielke-Ziesing: „Die Begründung erschließt sich mir nicht ganz, da viele unserer Mitarbeiter gar keine AfD-Mitglieder sind.” Sie würden jedoch „zur Geisel der SPD gemacht”.

„Es geht bei der Ausbildung von Ersthelfern unter den Mitarbeitern der AfD-Fraktion eigentlich nicht um Politik. Es geht darum, Menschen zu befähigen anderen Menschen in Notsituationen helfen zu können. Im Zweifel geht es darum, Menschenleben zu retten.” Doch Herrn Fleckenstein sei das offenbar egal: „Für ihn ist der politische Opportunismus anscheinend wichtiger. Dieses Vorgehen mit den Werten des ASB zu begründen ist zynisch“, so Michael Espendiller, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Bundestag.

ASB wegen Betrugs vor Gericht

SPD-Funktionär Fleckstein sollte indes seine Energie besser in die Aufklärung der krummen Geschäfte seines ASB stecken, als parteipolitisch gegen die AfD zu agieren. Aktuell sieht sich der ASB einem massiven Betrugsvorwurf ausgesetzt. Der ASB soll Rechnungen über Dienstleistungen ausgestellt haben, die nie erbracht worden waren. Das kassierte Geld soll der ASB sich mit einem Geschäftsführer der bezahlenden Firma geteilt haben, so die Stuttgarter Nachrichten.

Der Prozess um die Vorkommnisse beim ASB hat am Montag begonnen. (SB)

Quelle!: https://www.journalistenwatch.com/2018/10/26/kein-erste-hilfe/

Empfohlene Artikel
- Advertisment - Beschreibung des Bildes