Hamburg – Nach dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch hat sich das „European Muslim Forum“ am Samstag in Hamburg zu einer „Dringlichkeitssitzung“ getroffen. Mit dabei: ein Imam von einer der betroffenen Moscheen in Christchurch, der einen „Wendepunkt der Weltgeschichte“ ausrief.
Am Sonnabend fand eine Veranstaltung – initiiert vom „European Muslim Forum“ – in Hamburg statt. Über das Forum der „europäischen Muslime“ ist im Internet oder im allwissenden Wikipedia so gut wie nicht zu finden. Nach eigenen Angaben wurde das Forum mit dem gewichtigen Namen im Oktober 2018 von islamischen Vertretern aus zwölf Ländern in Barcelona gegründet. Der Vorsitzende der Vereinigung soll der Russe Abdul-Vakhed Niyazov sein.

Auf Twitter informiert das Forum mit folgender Ansage über seine Zielsetzung:
European Muslim Forum (Bild: Screenshot)European Muslim Forum (Bild: Screenshot)
Zu deutsch: „Der Islam ist in Europa eine Realität, er ist auf allen Ebenen der Gesellschaft präsent. Aber wir müssen uns immer noch bemühen zu lehren, was der Islam ist. Lasst uns alle zusammen kommen, um die positive Entwicklung Europas mit dem Islam und dem Islam in Europa zu erreichen !!!“.
Unter dieser Ägide fand sich auch der in Ägypten geborene Gamal Fouda, ein Imam einer der betroffenen Moscheen in Christchurch, in Hamburg ein. Der Allah-Mann bezeichnete die islamischen Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA als Startpunkt, zudem „die Saat für Hass und Rassismus gegen Muslime in den vergangenen zwei Jahrzehnten“ gelegt wurde.
Der Anschlag in Christchurch sei jedoch der „Wendepunkt in der Geschichte Neuseelands und der Welt, um der Rhetorik des Hasses und der Islamophobie ein Ende zu setzen“, so der australische Imam. Politiker der „freien Welt“ wurden von dem Islamvertreter aufgefordert, Gesetze gegen „Hassreden und Rassismus besonders gegen Muslime auf den Weg zu bringen“. Medien müssen sich laut dem Imam gegen Islamfeindlichkeit engagieren. Sodann steigerte sich Fouda in die Aussage hinein, das der Anschlag auf seine Al-Noor-Moschee in Christchurch der „Beginn eines Krieges gegen die Welt des Friedens und der Liebe“ und nicht nur gegen die Muslime seiner Stadt gewesen sei, berichtet unter anderem die Mopo. (SB)
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