Berlin – Der Tagesspiegel berichtet von der neuerlichen Steigerung bei den antisemitischen Übergriffen in der Bundeshauptstadt. Aber er nennt weder Tätergruppen noch die Herkunft der Täter.
Eine Steigerung von insgesamt 14% auf 1.083 Vorfälle registrierte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin).
579 Angriffen hätten sich gegen jüdische und israelische Institutionen gerichtet, so die Verfasser der Studie laut Welt. Platz 2 belegten Attacken auf Einzelpersonen (368 Fälle). Etwa die Hälfte der Menschen seien jüdischen Glaubens, die andere Hälfte im Kampf gegen „rechts“ und Antisemitismus engagiert gewesen. Nur 19 Übergriffe wurden von den RIAS-Machern der islamischen Szene zugeordnet. Dass muslimische Einwanderer Antisemitismus importieren, weisen die Studienverantwortlichen weit von sich: „Wir können das quantitativ nicht abbilden.“ Es sei eine „besorgniserregende Strategie“, Antisemitismus zu instrumentalisieren, um Minderheiten gegeneinander auszuspielen, so Projektleiter Steinitz laut Welt.
Beängstigend sei die steigende Gewaltbereitschaft und die immer brutaler werdenden Angriffe. Juden, die sich offen durch das Tragen von Kippa oder ähnliche Zeichen zu erkennen geben, wurden im vergangenen Jahr in Berlin immer häufiger Opfer von Übergriffen. Die Hauptstadt machte in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen durch jüdische Schüler, die an Schulen mit hohem Migrantenanteil gemobbt werden. Auch der Angriff gegen einen Kippa-Träger in der Berliner Innenstadt sorgte weltweit für Schlagzeilen. (CK)
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