StartZARONEWS PresseAgenturBundespräsident: Steinmeiers Verschwörungstheorien

Bundespräsident: Steinmeiers Verschwörungstheorien

Herr Bundespräsident Steinmeier, der Mann, den man einem ungeschriebenen Gesetz zufolge angeblich nicht kritisieren darf im Bundestag, mithin also wahrscheinlich Frank-Walter der Erste, rief in der „Welt“ die Wackeren unter den Seinen, um sie zu scharen um sich und zu bekämpfen die garstigen „Verschwörungstheorien“. Ein gar drolliges Zeitdokument feudaler Geistesverwirrtheit, wie hier in aller Klarheit nachzuweisen sein wird. Die Medienkritik.

Ohne Titel und Anrede heißt es despektierlich in der „Welt“: „Steinmeier ruft zum Kampf gegen Verschwörungstheorien auf„.  Unter dem Konterfei des Sakrosankten ist zu lesen: „Der Kampf gegen Desinformation und Verschwörungstheorien ist eine der großen Herausforderungen für die liberalen Demokratien“.

Unsicherheit

Man ist sich nicht sicher, was das weise Staatsoberhaupt in seiner ganzen toxischen Männlichkeit im Schilde führt. Will er an der Spitze seiner Wackerkampftruppen die SPIEGEL-Redaktion erstürmen und die dortigen Übeltäter füsilieren? Womöglich eigenhändig, wie das Idol seiner Jugendjahre, Che Guevara? Plant er einen Angriff auf Tagesschau und heute-journal? Will er dem schiefen Claus eine kleben lassen? – Man weiß es nicht.

Vielleicht sollte man erst einmal unter dem Stichwort „Verschwörungstheoretiker“ bei dem Soziologen Kleine-Hartlage nachschauen, um zu wissen, von wem Herr Kampfpräsident Steinmeier überhaupt spricht, wenn er „Verschwörungstheorie“ sagt. Was ist das, so ein „Verschwörungstheoretiker“?

Manfred Kleine-Hartlage hat das fein in seinem Buch „Die Sprache der BRD“ herausgearbeitet. Unter den 131 Unwörtern und ihrer Bedeutung, die Kleine-Hartlage untersucht hat, finden wir Folgendes: „In der Sprache der BRD ist ein Verschwörungstheoretiker (…) einer, der behauptet, die westlichen Eliten strebten die Entmachtung der Nationalstaaten, die Konzentration von Macht in den Händen supranationaler Organisationen, die Ermöglichung von Massenmigration in noch größerem Umfang als bisher, die Majorisierung der Völker Europas in ihren eigenen Ländern durch Einwanderer, eine umfassende Meinungs- und Gesinnungszensur, die Absicherung dieser Vorgänge durch supranationale Polizei- und Militärverbände, oder auch schlicht und einfach eine Neue Weltordnung an.

Nachdem wir nun wissen, was der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ im Sprachgebrauch der BRD bedeutet, nehmen wir noch die Schlußfolgerung zur Kenntnis, zu der Manfred Kleine-Hartlage kommt, um unter Bezugnahme auf seine Schlußfolgerung anschließend zu einer weiteren hinsichtlich dessen zu kommen, wen Herr Bundeskampfpräsident Steinmeier an der Spitze der Seinen zu bekämpfen gedenkt. Kleine-Hartlage: „Ein Verschwörungstheoretiker ist aus dieser Sicht also jemand, der besagten Eliten just jene Ziele unterstellt, zu denen auch sie selbst sich bekennen. Sie tun dies bei jeder sich bietenden Gelegenheit …

Der Verschwörungstheoretiker

Verschwörungstheorien lassen sich schlecht bekämpfen. Das ist ungefähr so wie mit Kochrezepten. Man müsste sich schon die Köche vorknöpfen. Insofern war Herrn Bundespräsident Steinmeiers Kampfaufruf etwas mißverständlich. Natürlich meinte er die Verschwörungstheoretiker, nicht ihre Theorien. Aber ungenaues Daherreden ist nicht mehr ungewöhnlich in der Republik der kämpfenden Zeichensetzer. Vielleicht hat der Sakrosankte auch gar nicht zum Kampf aufgerufen, sondern einfach einen gefordert, resp. vor den Folgen eines unterlassenen Kampfes gewarnt. Sollte Herr Bundespräsident Steinmeier in die Geschichte eingehen als erster demokratischer Feudalherrscher der Nachkriegsgeschichte, dann wahrscheinlich als Frank-Walter der Schwammige.

Wir müssen also schlußfolgern, daß Herr Bundespräsident Steinmeier nicht zum Kampf gegen die Theorie aufgerufen hat, weil er gegen die solche ein Heer von Argumentsinhabern bräuchte. Wenn er „Kampf“ gesagt hat, dann meint er zwangsläufig die Theoretiker.

Wenn es sich bei denen wiederum um niemanden anderen handeln kann, als um die, welche das nachplappern, was die Elite unter Frank-Walter dem Schwammigen den lieben langen Tag so vom Stapel läßt, dann hat unsereiner nichts zu befürchten, denn dann ziehen die Truppen des Präsidialkönigs tatsächlich beim SPIEGEL ein und schlagen bei ARD und ZDF alles zu Klump. Heulen und Zähneklappern dürften dann auch bei ZEIT und FAZ´n taz angesagt sein.

Jedenfalls merken wir uns: Wenn wir nicht wollen, daß Frank-Walter der Schwammige an der Spitze der Seinen gegen unsereinen zu Felde zieht, dann dürfen wir niemals nachplappern, was der Bundeskampfpräsident seinen hierarchisch Nachgeordneten und Abgeordneten anstandslos durchgehen läßt. Wir würden uns nur in höchste Gefahr begeben. Risko und Gefahr sind aber im Lande des Fahrradhelmchens völlig aus der Mode.

Die Dunkelheit

Viele Menschen würden daran glauben, dass sich Verschwörer zusammentun, „um dunkle Komplotte zu schmieden“, läßt die „Welt“ den Herrn Bundespräsidenten barmen. Helle Komplotte wären wahrscheinlich weniger dramatisch. Unsereiner denkt jedoch an die nigerianische Mafia, die sich nach Auskunft des Bundeskriminalamts im bunt-offenen Bundesgebiet mit äußerster Brutalität breitmacht. Ob „dunkles Komplott“ wohl das schwammige Synonym für „nigerianische Mafia“ sein soll? Und ob der Herr Bundespräsident wohl behauptet haben wollte, daß der Verschwörungstheoretiker besser kein Wort von dem glauben sollte, was das BKA erzählt? – Hmmm ….

Was noch? – Das hier: „Wer ernsthaft glaubt, dass dunkle Mächte hinter politischen Entscheidungen stehen, der kann nicht daran glauben, dass er Einfluss auf die demokratische Willensbildung nehmen kann, der kann kein Vertrauen in die Demokratie und ihre Institutionen haben.

Das ist wahr. Da nun Frank-Walter der Schwammige mehr als offensichtlich Einfluß auf die demokratische Willensbildung nehmen kann, beispielsweise dadurch, daß er kraft seines Amtes einer totaldemokratisch vom Wähler abgestraften SPD, die partout nicht mit der schrulligen Angela zusammen regieren will, eine „staatspolitische Verantwortung“ aufschwatzt, muß er selbst nicht glauben, daß dunkle Mächte hinter politischen Entscheidungen stehen. Der Bundeskampfpräsident kann es ernsthaft wissen.

Klartext

Was er meinte, läse sich im Klartext also folgendermaßen: Wer unsereinem auf die Schliche kommt, der kann kein Vertrauen in die Demokratie und ihre Institutionen haben. Und zu seinesgleichen zählen auf alle Fälle der ehemalige Bundeszensurminister Heiko Maas in seiner Verkleidung als demokratischer Justizminister, und die rabenschwärzeste Dunkelfigur, die je ein Bundeskanzleramt desekriert hat. Umnachtung trägt die Assoziation mit „dunkel“ bereits in sich.

Populisten in vielen Ländern verbreiten nicht nur sogenannte alternative Wahrheiten, sondern offensichtliche Lügen und Verschwörungstheorien. Als Beispiel nannte er die „wirklich gefährliche Behauptung vom angeblichen großen Austausch der Bevölkerung“. Nationalisten verbreiteten die Theorie, „dass sich die sogenannten Eliten und die Medien gegen das Volk verschwören“. – Potzdonner!

Wo sie nur alle hergekommen sind, diese Populisten in den vielen Ländern, so ganz ohne Grund? War denn nicht alles eitel Freude und Sonnenschein allüberall? Hätte es irgendwo etwas zu meckern gegeben an der politischen Agenda derer vom Stamme des sozial konstruierten Geschlechts und ihrer bunten, toleranzbesoffenen Weltoffenheit wegen der Gleichheit aller der „die Menschen“ auf dem ganzen Erdenrund? War denn nicht alles zum besten? Müssen sich Populisten und Verschwörungstheoretiker wirklich an Kleinigkeiten stören wie derjenigen, daß weniger als 4 Jahre nach Merkels desaströsem Versagen mehr Deutsche zu Mordopfern von Migrantengewalt geworden sind, als in 40 Jahren DDR an der innerdeutschen Grenze erschossen wurden? Ist denn nicht alles zum Besten, wenn man ein schwindendes Christentum durch eine neue CO2-Religion ersetzt? Die Leute müssen doch an etwas glauben!?

Und was gäbe es daran auszusetzen, daß die Steuern so hoch sind? Ein Hundsfott, wer von schleichender Enteignung spricht! Auch an der Justiz und ihren weisen Urteilen – was gäbe es da zu bemängeln? Ist es nicht schön, daß der arabische Totschläger mit Nachsicht rechnen darf, wenn doch kompensatorisch die Rentnerin für ihn wegen Ladendiebstahls im Knast einrücken muß? Was wäre daran zu bemängeln, daß migrantische Straftäter in den Medien „Männer“ und „Männergruppe“ genannt werden? Und wie kann nur jemand auf die Idee kommen, alle diese Phänomene mit dem Relotius zu vermischen, um dann zu behaupten, die Medien hätten sich gegen ihn verschworen? – Es ist alles sehr mysteriös. Jedenfalls für Frank-Walter den Schwammigen. Und das auch nur, wenn er nicht wieder das Blaue vom Himmel heruntergelogen hat, um seinen Kampfaufruf zu „begründen“.

Das Dilemma der politischen Klasse

Es ist so: Die politische Klasse steckt in einer Zwickmühle und unserem Herrn Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ist das auch völlig klar. Eine 180° – Kehrtwende würde dem Desinteressiertesten vor Augen führen, wie groß das Versagen ebendieser politisch-medialen Klasse in den vergangenen Jahren gewesen ist. An einer solchen Offenbarung kann der politischen Klasse also nichts liegen. Andererseits ist ihr aber auch klar, daß dann, wenn sie so weitermacht wie bisher, der Populismus mit seinen „Verschwörungstheorien“ weiter erstarken wird.

Deshalb redet der Herr Bundespräsident einfach so weiter wie bisher und hofft auf ein Wunder. Doch da, fürchte ich, ist alle Hoffnung vergebens. Es wird vielmehr ein böses Erwachen geben. Und je weiter dieses Erwachen in die Zukunft verschoben wird, desto böser wird es werden.

@jouwatch

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