StartZARONEWS PresseAgenturDer „Dritte Weg“: Jetzt haben wir den braunlinken Salat

Der „Dritte Weg“: Jetzt haben wir den braunlinken Salat

Bei den 1.Mai-Demonstrationen im vogtländischen Plauen erregte eine uniformierte Truppe bundesweit Aufsehen, die so in der Öffentlichkeit vorher noch nicht wahrgenommen wurde: „Der dritte Weg“. Um was für einen Personenkreis handelt es sich dabei? – „Der dritte Weg“ ist eine braunlinke Kleinpartei, die sich mit einem 10-Punkte-Programm vorstellt, das erstaunliche Anleihen bei den Rotgrünlinken nimmt.

Zu sehen waren am 1. Mai in Plauen Personen in beigen T-Shirts, die auf dem Rücken den grünen Aufdruck „National – Revolutionär – Sozialistisch“ hatten, mit einer römischen 3 (III) im Ährenkranz darüber. Bereits zu den Demonstrationen 2016 war diese Truppe aufgefallen, damals allerdings noch in roten Leibchen. Lediglich die Fahnen waren damals schon grün.

BILD schreibt, daß „Der dritte Weg“ seinen intellektuellen Anspruch aus der programmatischen Anlehnung an den linken Flügel der NSDAP (1920 bis 1945) bezieht – und perpetuiert damit das Ammenmärchen, daß nicht die gesamte NSDAP eine linke Partei gewesen sei. Welchem Zweck dient das? – Ganz klar: Freiheitlich-Konservative sollen auch weiterhin völlig ahistorisch mit den Braunlinken zusammen als ein- und dieselbe „rechte Mischpoke“ durch die Rotgrünlinken diffamiert werden können, damit die linksinternen Schaukämpfe zwischen Rotgrün und Braun als den vermeintlich gegensätzlichen Polen des politischen Gesamtspektrums die Illusion jener diskursiven Vollständigkeit liefern, die nötig ist, um die Freiheitlich-Konservativen als den wahren Gegner des rotgrünbraunen Gesamtlinkentums in der gesellschaftlichen Debatte klein zu halten.

BILD arbeitet dieser medialen Augenwischerei insofern zu, als daß sie der NSDAP einen linken „Flügel“ andichtet, obwohl der gesamte Vogel links gewesen ist. Dabei wäre es allerhöchste Zeit, den Rotgrünlinken die Diskurshoheit darüber zu entreißen, was in Deutschland als „links“ begriffen werden darf – und was nicht.

Die Partei „Der dritte Weg“ wurde 2013 in Heidelberg gegründet. Sie ist eine Nachfolgeorganisation des verbotenen „Freien Netz Süd“ (FNS) und ist seit 2014 besonders in Plauen umtriebig, weil das bayerische Innenministerium das FNS verboten hatte. Die Mitglieder wechselten einfach auf die andere Seite der Landesgrenze – nach Sachsen. Damals sollen  etwa 20 Familien von Franken ins vogtländische Plauen und ins Plauener Umland gezogen sein in der Hoffnung, dort bessere Entfaltungsmöglichkeiten zu haben. „Der dritte Weg“ führte die Mitglieder des 2014 verbotenen FNS als Partei zusammen. Eine Partei kann nicht so ohne weiteres verboten werden. Vorsitzender des „dritten Wegs“ ist Klaus Armstroff (62) aus Jena. Armstroff hatte bei der NPD Rheinland-Pfalz Karriere gemacht hatte und ist dort 2013 ausgetreten.  „Der dritte Weg“ ist sozusagen die Radikalversion der NPD.

jouwatch hat sich die Mühe gemacht, das „Zehn-Punkte-Programm“ der braunlinken Kleinpartei zu analysieren – und stellt erstaunliche Parallelen zum gut etablierten, rotlinksgrünen Mainstream fest. Auszüge:

„Ziel der Partei DER DRITTE WEG ist die Schaffung eines Deutschen Sozialismus, fernab von ausbeuterischem Kapitalismus wie gleichmacherischem Kommunismus.“

Streichen wir einmal das „Deutsch“ vor „Sozialismus“ und ersetzen es durch „International“, dann ersteht vor unserem inneren Auge – fernab von ausbeuterischem Kapitalismus wie gleichmacherischem Kommunismusdie deutsche Sozialdemokratie (SPD) in ihrer offiziellen Darstellung.

„Ziel der Partei DER DRITTE WEG ist die Verstaatlichung sämtlicher Schlüsselindustrien, Betrieben der allgemeinen Daseinsfürsorge, Banken, Versicherungen sowie aller Großbetriebe.“

Das könnte durchaus auch vom Juso-Chef Kevin Kühnert (29) so formuliert worden sein.

„Soziale Gerechtigkeit. Jeder Deutsche hat das Recht auf persönliches Eigentum, auf freie Religionsausübung, auf Wohnraum, auf medizinische Versorgung, auf Aus- und Weiterbildung, auf Kultur- und Freizeit, auf Altersversorgung und das Recht wie auch die Pflicht zur Arbeit. Die Partei DER DRITTE WEG fordert daher auch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes.“

Wenn man einmal die Frage nach dem Ausmaß persönlichen Eigentums beiseite läßt – kein Dissens des „Dritten Wegs“ mit der Partei „Die Linke“. Ulkig ist allerdings die Forderung nach der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes. Da scheint der „Dritte Weg“ etwas verschlafen zu haben. Daß die „soziale Gerechtigkeit“ beim „Dritten Weg“ genauso ein Euphemismus für „Sozialismus“ ist wie bei allen anderen, ist offensichtlich. Es gibt keine verschiedenen „Untergerechtigkeiten“ der Gerechtigkeit. „Soziale Gerechtigkeit“, „Geschlechtergerechtigkeit“, „Rassengerechtigkeit“ usw. – alles relativistischer Quatsch. Es gibt Gerechtigkeit oder es gibt keine.

Ziel der Partei DER DRITTE WEG ist die Schaffung bzw. Wiederherstellung einer lebenswerten Umwelt, die Erhaltung und Entwicklung der biologischen Substanz des Volkes und die Förderung der Gesundheit.

Von der Erhaltung und Entwicklung der biologischen Substanz des Volkes einmal abgesehen, ist der „Dritte Weg“ genauso auf dem Gaga-Umwelt-Trip wie alle anderen Parteien. Es gibt keinen Umweltschutz, weil es keine Umwelt gibt. Es gibt eine Welt. In der gibt es sinnvollen, weil verantwortungsvollen Gewässer-, Luft- und Artenschutz – und zwar immer genau da örtlich begrenzt, wo er notwendig ist. Selbst „Naturschutz“ wäre schon zu weit gegriffen, da der Mensch so sehr Teil der Natur ist wie alles andere – und weil alles, was er produziert und verarbeitet, letztlich dieser Welt entstammt. Von daher: Kein Unterschied des „Dritten Wegs“ zu bspw. den Grünen.

Eine Beteiligung an Kriegseinsätzen der Armee im Ausland wird kategorisch ausgeschlossen. Ziel der Partei DER DRITTE WEG ist der Austritt Deutschlands aus der NATO.

Klingt nach einer Parteiverlautbarung von „Die Linke“.

„Wir sind sozialistisch. Weil wir eine gerechte Gesellschaftsordnung innerhalb unseres Volkes anstreben. Eine Gesellschaftsordnung, welche das Volk als Gemeinschaft betrachtet, in der jeder Einzelne seine Aufgabe im Sinne des gesamten Volkes erfüllen muss. Folglich kann unsere Losung nur lauten: Vom ICH zum WIR! Jedoch sind wir uns auch bewusst, dass der Wert der Persönlichkeit für die Gemeinschaft ein sehr wesentlicher ist. Und somit wollen wir nicht die Persönlichkeit des Einzelnen unterdrücken, indem wir alles vereinheitlichen bzw. gleich machen, wie es im Kommunismus der Fall war. Sondern wir wollen die Persönlichkeit fördern und fordern, um dadurch bei jedem Einzelnen die größtmögliche Schaffenskraft für das gesamte Volk zu erreichen.“

Na klar ist der braunlinke „Dritte Weg“ wieder sozialistisch. Revolutionär ist daran überhaupt nichts. Diesselben staatsgläubigen Kollektivistentrottel wie bei den Rotgrünlinken auch. Ein- und dasselbe Grundübel. Das ewige deutsche Drama. Die Persönlichkeit des Einzelnen wollen die Braunlinken vom „Dritten Weg“ so fördern und fordern, wie die Rotlinken auch, als ob irgendein freier Mensch derlei staatliche Maßnahmen bräuchte. Braunlinken und Rotlinken gemeinsam ist hier wieder mal die Vorstellung vom Individuum als einem Mündel, das sich nicht sinnvoll selbst entfalten kann, ohne daß „fördern und fordern“ angesagt ist. „Fördern und fordern“ – wo habe ich denn das schon mal gehört? Klingt nach CDU oder SPD.

Der „Dritte Weg“ ist kein dritter Weg, sondern „Drittes Reich“ und als solcher in seinen Grundzügen mit dem rotlinksgrünen Staatstotalitarismus voll kompatibel. Lediglich die explizit nationalistische Ausrichtung macht den Unterschied. „Dritter Weg“ – braucht kein Mensch. Das ist nichts anderes als Rotgrünlinks auf nationalistisch umgekrempelt plus Todesstrafe. Pfui Teufel!

Verfassungsschutz, bitte übernehmen. Weg mit dem braunlinken Dreck! Und den rotgrünlinken gleich mitnehmen!

@jouwatch

Quelle!:

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